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Drama um den SV Nabern: Nach einem nicht gegebenen Tor in der Schlussminute im Spiel gegen den TSV Jesingen hat der B-Ligist den direkten Achtelfinaleinzug verpasst. Nach dem 2:3 muss der SVN nun hoffen, bester oder zweitbester Dritter zu werden. Derweil bleibt der Toreschnitt mit gestern 26 Einschüssen erfreulich hoch.
Holzmaden. Grenzenloser Jubel bei den Kickern des TSV Ötlingen. Die Rübholz-Elf drehte trotz doppelter Unterzahl einen 0:2-Rückstand gegen die SF Dettingen II noch um und hat das Ticket ins Achtelfinale damit so gut wie sicher. Zum Turnierheißsporn entwickelt sich indes Tino Jungblut vom TSV Jesingen II. Nach Gelb-Rot am Montag im Spiel gegen den TSG Zell flog der Jesinger Youngster gestern im Spiel gegen den TSV Weilheim II gar mit Rot vom Platz.
VfL Kirchheim II – TSV Weilheim II 5:0 (0:0): Vor allem in der ersten Halbzeit erwiesen sich die Kirchheimer als Meister im Auslassen von Großchancen – allen voran die Isci-Brüder Taskin und Coskun. Letzterer war neben Philipp Schraivogel und Alexander Nita aus dem Oberligakader des VfL zur „Zweiten“ gestoßen, „um Spielpraxis zu sammeln“, wie der Sportliche Leiter Norbert Krumm verriet. Geholfen hat es freilich erst nach der Pause, als der VfL aus seiner Überlegenheit fünf Tore machte. Allerdings war erst ein Elfmeter nötig, um den Torreigen zu eröffnen. Den wacker kämpfenden Weilheimern wäre zumindest der Ehrentreffer zu gönnen gewesen. Tore: 1:0 Can Keskin (34., Foulelfmeter), 2:0 Coskun Isci (48.), 3:0 Alexander Nita (51.), 4:0, 5:0 Giuseppe Saltarelli (56., 60.).
SF Dettingen II – TSV Ötlingen 2:3 (2:0): Furioser Auftakt der Ötlinger: Nach einer „hundertprozentigen“ Torchance kurz nach dem Anpfiff dauerte es keine drei Minuten bis zum nächsten Aufreger: Rote Karte für Johannes Focht nach einer Notbremse. Der daraus resultierende Freistoß brachte die 1:0-Führung für die SFD. Nach einem Handspiel von Ötlingens Jan Müller auf der Torlinie (14, ebenfalls mit Rot bedacht) und dem daraus resultierenden Elfmeter-Tor zum Dettinger 2:0 schien alles klar – doch Ötlingen gab sich nicht geschlagen und schaffte innerhalb von zwei Minuten den Ausgleich und sogar noch den Siegtreffer – und das alles in doppelter Unterzahl. Tore: 1:0, 2:0 Salih Ileli (3./14., Handelfmeter), 2:1 Rolf Benning (42.), 2:2 Hayri Eren (44., Foulelfmeter), 2:3 Rolf Benning (46.).
GSV Dürnau II – TV Hochdorf 0:2 (0:0): Erst kam Xavier, dann Max. Zur Pause hallte Naidoos WM-Klassiker des Jahres 2006 durch den Brühl. „Dieser Weg wird kein leichter sein“ – sinnbildlich der Text, denn der Weg Richtung Tor war auf beiden Seiten bis zum Pausenpfiff äußerst beschwerlich. Nach jener beidseitigen Harmlosigkeit in der Offensive beendete Hochdorfs Max Häfner die Torflaute. Für Dürnau hatte vor der Pause Routinier Claus Ruckenbrod die beste Chance des GSV vergeben, TVH-Abwehrspieler Deniz Yandemir den harten Schuss des Dürnauers mit letztem Körpereinsatz über die Latte bugsiert. Tore: 0:1, 0:2 Max Häfner (45., 48.).
TSV Ebersbach – TV Jebenhausen 3:1 (3:1): Die Ebersbacher hatten leichtes Spiel, weil sie über die Hälfte der Partie in Überzahl agierten. Der kleinlich pfeifende Unparteiische Andreas Lasar (Nürtingen), gerade erst in die Landesliga aufgestiegen, bestrafte die Jebenhausener zweimal hart für mehr oder minder harmlose Vergehen. Spannend blieb es jedoch bis zum Schluss. Denn: Hätten die Jebenhausener noch verkürzt, wäre dem TSVE nur Platz drei in der Gruppe A geblieben. So retteten sich die Kicker aus dem Filstal vor dem SV Nabern als Tabellenzweiter ins Ziel. Tore: 1:0 Birant Sentürk (6.), 1:1 Dietmar Palocz (14.), 2:1 Mete Yilmazer (20.), 3:1 Felice Franza (22.). Gelb-Rot: Björn Hahn (TVJ, 29.), Turgay Abes (TVJ, 49.).
TSV Weilheim – TSV Jesingen II 5:0 (2:0): In einer ausgeglichenen ersten Spielhälfte war die Jesinger Reserve ein ebenbürtiger Gegner, der lediglich an seiner schlechten Chancenverwertung scheiterte. So brachte Tino Jungblut das Kunststück fertig, Weilheims Keeper Dominik Drexler mustergültig auszuspielen und dann aus fünf Metern nur das Außennetz des Tores zu treffen. Nach der Pause mussten die Jesinger dem hohen Tempo des ersten Spielabschnitts Tribut zollen. Folgerichtig zogen die Weilheimer ein Powerplay auf und stellten am Ende durch einen Doppelschlag von Kai Hörsting den insgesamt verdienten Sieg sicher. Tore: 1:0 Nico Ruggiero (17.), 2:0 Gianfranco Latte (29), 3:0 Pascal Hartmann (37.), 4:0, 5:0 Kai Hörsting (47., 52.). Rote Karte: Tino Jungblut (TSVJ/rohes Spiel).
TSV Jesingen – SV Nabern 3:2 (3:2):Schiedsrichter Ralf Schmidt musste sich nach Ende der Partie seinen Weg durch ein Spalier aufgebrachter Naberner Zuschauer bahnen. Der Unparteiische hatte in der Schlussminute einen SVN-Treffer nicht anerkannt, weil, so Schmidt, „dem Treffer ein klares Foulspiel am Torhüter vorausging.“ So war es eine bittere Niederlage für die Kicker vom Oberen Wasen, die mit einem Remis das Achtelfinale erreicht hätten. Im ersten Spielabschnitt boten beide Teams den Zuschauern abwechslungsreiche und sehenswerte Fußballkost. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends und wurde erst kurz vor dem beschriebenen Ende wieder zum Aufreger. Tore: 0:1 Andreas Schuster (7.), 1:1 Johannes Tolunay (17), 1:2 Michael Dangel (21.), 2:2 Tolunay (22.), 3:2 Heiko Mößner (28./Eigentor). Gelb-Rote Karte: Marc Schmid (SVN/wiederholtes Foulspiel).
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