Kirchheim. Das bekannteste Werk des Kinderbuchautors Leo Lionni ist wohl die Geschichte von Frederick, dem Mäuserich. Doch es ist längst nicht die einzige gewesen: Martin
Enno Küker
Fuchs vom „FEX“-Theater inszenierte zum 100. Geburtstag Lionnis das Stück „Fisch ist Fisch“ als Hommage an den 1999 verstorbenen Künstler. Im Rahmen der Kinder- und Jugendtheatertage führte er es nun in Kirchheim auf. Knapp 40 Kinder in Begleitung von Müttern, Vätern oder Großeltern erschienen zur Vorstellung, und so war das obere Geschoss der Buchhandlung Schieferle gut ausgelastet.
Zum Auftakt schlüpft Martin Fuchs in die Rolle von Leo Lionni. Der soll auf Drängen seiner Mutter endlich mal wieder den Dachboden aufräumen und findet dabei einige Erinnerungsstücke aus seiner Kindheit. Dank Fuchs‘ unterhaltsamem und ausdrucksstarkem Spiel ist die Aufmerksamkeit der jungen Zuschauer schnell geweckt. Das anfängliche Gemurmel legt sich schnell, als Lionni anhand der Fundstücke allerlei Anekdoten aus seinem Leben zum Besten gibt.
Die Gegenstände werden, neu angeordnet, im zweiten Teil dann zur Kulisse für das Stück „Fisch ist Fisch“: Es erzählt die Geschichte von zwei
Klare Botschaft: Freunde sind immer Freunde
Freunden, der Kaulquappe und dem Fisch, die gemeinsam in einem kleinen Teich am Waldrand leben. Als die Kaulquappe größer und zum Frosch wird, verlässt sie den Teich aber und macht sich auf in die große weite Welt. Doch natürlich kommt sie des Öfteren zu ihrem alten Freund zurück und erzählt ihm, was es dort draußen alles zu entdecken gibt.
Aufgrund einer tollen schauspielerischen Leistung verstand Fuchs es bei seiner One-Man-Show, die Kinder zu fesseln: Mit liebevoll gestalteten Figuren und abwechslungsreicher Intonation erzählte er die Geschichte der zwei verschiedenen Freunde sehr lebendig und bezog die Kinder mit Zwischenfragen auch des Öfteren in die Vorführung mit ein.
Als dann der Fisch an Land springt, um auch einmal all die Sachen, von denen sein Freund ihm immer erzählt, zu sehen, muss er vom Frosch gerettet werden. Dabei wird ihm klar: Ein Fisch ist nun mal ein Fisch und ein Frosch ein Frosch, doch Freunde sind immer Freunde. Von dieser einfachen, aber wahren Botschaft, die gerade im multikulturellen Deutschland auch aktuellen Bezug hat, waren dann sicher nicht nur die kleinen Zuschauer gerührt.

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