Kirchheim. Die Schulkunstausstellung steht dieses Jahr unter dem Motto „Begegnung“. 25 Schulen aus der Stadt und dem Landkreis Esslingen haben sich der Herausforderung gestellt und die Vorgabe vielfältig
Petra Weber-Obrock
umgesetzt. Die Bilder, Fotos, Videos und Plastiken sind noch bis zum Freitag, 26. März, im Foyer des Landratsamts in Esslingen zu sehen.
Von den kleinen Alumännchen à la Giacometti der Klasse vier der Naberner Grundschule bis zur großen Gipsplastik oder raumgreifenden Bildtafeln, die Schau ist genauso vielfältig wie der Kunstunterricht im Kreis. Bei der Vernissage herrschte großer Andrang. Stolz präsentierten die jungen Künstler ihre Arbeiten den zahlreich erschienenen Eltern und Großeltern und genossen die musikalischen und tänzerischen Darbietungen der Esslinger Burgschule und des Peter-Härtling-Gymnasiums in Nürtingen. Landrat Heinz Eininger würdigte ihre Leistungen und das Engagement der Lehrer. „Kunst macht das Leben erst lebenswert“, sagte er und plädierte dafür, der Kreativität gerade an einem hoch technisierten Standort wie dem Kreis Esslingen Raum zu verschaffen.
Anschließend führte die Kunsthistorikerin Carla Heussler einfühlsam und kenntnisreich in die einzelnen Arbeiten ein. „Oft handelt es sich um Begegnungen mit der Fantasie“, näherte sie sich den Arbeiten der Kinder an. Begegnet wurde auf der Projektionsfläche der Kunst nicht nur dem menschlichen Gegenüber. Auch die Natur und nicht zuletzt die Kunstgeschichte bot zahlreiche Möglichkeiten der Auseinandersetzung. Hier stand Picasso, Giacometti, Keith Haring und sogar Raffael Pate. In der großen Plastik „Fest der Nationen“ lassen Gülüzar und Jale von der Esslinger Schillerschule die multikulturelle Gesellschaft der Stadt als Gipsfigürchen einen Turm erklettern. Tahir und Masud laden großformatig und bunt schon einmal zur Fußball-Weltmeisterschaft ein. Besonders berührend ist die Arbeit der fünften und sechsten Klasse der Inselschule Zizishausen. „Begegnung mit meinem Heiligtum“ hat die Lehrerin Angela Zieher die „Altäre“ genannt, auf denen die Kinder schildern, was ihnen im Leben wichtig ist. „Da hat man mal erfahren, wie viel Fantasie in einem steckt“, sagt Luca. Ganz klar, dass einer dem anderen mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn der mal nicht mehr weiter wusste. Am Ende des Abends wurden nicht nur die besten Arbeiten für die Landesausstellung ausgewählt, auch das Motto für das nächste Jahr steht schon fest. Es soll um das Thema „Holz“ gehen.

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