10.01.2017 - 02:17 Uhr

Share | | | |

Gemeinsam „Gott zur Ehr“ musiziert

Kirche Musik vermag einen ganz besonderen Zauber auszuüben. Gelungen ist dies dem Chorprojekt bei einem Konzert in der 
Owener Marienkirche. Von Nicole Mohn

Die Akteure eines besonderen Musikgenusses in der Owener Marienkirche.Foto: Nicole Mohn
Die Akteure eines besonderen Musikgenusses in der Owener Marienkirche.Foto: Nicole Mohn

Es war ein ganz besonderer Abend, zu dem die Akteure am Sonntag in die evangelische Kirche in Owen geladen hatten. Denn eigens zu diesem Event hatten sich die Musiker und Sänger zusammengetan. Nach Owen geholt hat sie Thomas Gruel, der auch die Gesamtleitung des Abends übernahm.

Neben Sängern und Sängerinnen aus Owen hat Gruel den Cannstatter Zimmerchor und die Compagnia Vocalis aus Tübingen für den Kantaten-Abend gewinnen können. Auch das sinfonische Projektorchester war mit befreundeten Musikern aus der gesamten Region besetzt.

Obwohl die meisten Akteure bislang nicht gemeinsam musiziert hatten – Thomas Gruel gelang es von der ersten Note an, Sänger und Musiker zu einer homogenen Einheit zu verbinden und die große Zuhörerschaft in der gut besetzten Marienkirche mit ihrer Leidenschaft für die geistliche Klassik in den Bann zu ziehen.

Feinfühlig und sensibel verlieh das Ensemble der Vertonung von Mendelssohn Bartholdy von Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit“ Körper und Tiefe. Vor allem die für den Komponisten so typische Dynamik der emotionsgeladenen Kantate setzten Musiker wie Sänger gelungen um. Wie ein funkelnder Kristall im Mosaik fügte sich der klare Sopran von Christine Herrmann in das Ganze.

Nach solch einem Hörgenuss entließen die Projekt-Musiker und -Sänger ihr Publikum beseelt und erfüllt in den Sonntagabend. Und entzündeten nicht nur ein Licht der Hoffnung, sondern auch den Wunsch danach, dass dieses außergewöhnliche Konzertereignis keine einmalige Angelegenheit bleiben möge.

Artikel kommentieren
Share | | | |