20.03.2017 - 02:17 Uhr

Share | | | |

„Blumi“ sagt am Saisonende ade

Kreisligafußball Das Trainerkarussell nimmt bei den Sportfreunden Dettingen Fahrt auf. Der scheidende Coach ­Heiko Blumauer würde am liebsten ein Bezirksliga-Team übergeben. Von Helge Waider

Hoch das Bein: zwei Mal Gefährliches Spiel in Weilheim.Foto: Markus Brändli
Hoch das Bein: zwei Mal Gefährliches Spiel in Weilheim.Foto: Markus Brändli

Die Katze ist aus dem Sack: Zum Saisonende wird SFD-Coach Heiko Blumauer seine Trainertätigkeit in Dettingen beenden. Sowohl berufliche wie auch privat Gründe führten zu dem Entschluss, der „Blumi“, wie er im fußballerischen Umfeld liebevoll genannt wird, nicht leicht fiel. „Die Türen in Dettingen werden für ihn immer offen stehen“, bedauert Spielleiter Thomas Beller den Trainerentschluss, den er ebenso respektiert wie auch Abteilungsleiter Christian Renz.

Kaum ist die Demission des Übungsleiters bekannt, beginnt freilich schon die Rotation des Trainerkarussells. Die Gerüchteküche brodelt auf Hochtouren und Namen wie Ferdi Er (als Spielertrainer) machen ebenso die Runde wie Klaus Müller oder gar Rolf Baumann als klassische Coaches. Spielleiter Beller hält sich natürlich noch bedeckt, favorisiert aber wohl einen „gelegentlich mitspielenden“ Trainer. Überhaupt denkt Beller, dass die Dettinger mit der vorhandenen Kaderqualität noch weiter vorne stehen müssten. In der neuen Saison soll das Team zusammen bleiben und nur im Aufstiegsfall punktuell verstärkt werden.

Vordergründig kümmern sich die Dettinger momentan organisatorisch um das bevorstehende Teckboten-Pokalturnier und sportlich um den angepeilten Aufstieg, was sich natürlich mit Blumauers kolportiertem Wunsch deckt: Am liebsten würde er eine Bezirksligamannschaft übergeben.

Die Zeichen stehen nicht schlecht für dieses Unterfangen. Sogar Marlon Lamour, Fußball-Abteilungsleiter bei Tabellenführer TV Neidlingen, stöhnte: „Jetzt haben die Dettinger schon wieder gewonnen.“ Tatsächlich haben beide Teams in drei Rückrundenpartien drei Siege eingefahren, liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und werden Meistertitel wohl unter sich ausmachen. Möglich, dass es am 23. April zum großen Showdown kommt. Dann nämlich treten die Dettinger in Neidlingen an.

Gestern erwischten sowohl der TVN als auch die Sportfreunde trotz ihrer Siege keinen allzu guten Tag. Die Blumauer-Truppe mühte sich zu einem 2:0-Sieg in Weilheim, während die Neidlinger beim starken AC Catania Kirchheim einen 3:1-Sieg einfuhren, der besonders in der Anfangsphase in Gefahr war. Die Planungen laufen unterm Reußenstein indes schon in Richtung Bezirksliga. „Nach der Zusage von Trainer Patrick Kölle sind wir mit der Kaderplanung beschäftigt“, bestätigte Marlon Lamour, der gerne schnell Klarheit hätte: „Je eher wir den Aufstieg klar machen, desto schneller steht der Kader.“

Indes nimmt die designierte neue Abteilungsleitung beim TSV Jesingen konkrete Formen an (wir berichteten). Wenn die Abteilungsmitglieder am 7. April zur Wahl gebeten werden, stehen Peter Martsch als Abteilungsvorstand für den sportlichen Bereich und Holger Dworak für die Finanzen zur Wahl. Für den Wirtschaftsbetrieb soll wohl Ex-Jugendleiter Wolfgang Maier seine Bereitschaft signalisiert haben. Dem Vorstand zur Seite stehen soll Matthias Balla als Spielleiter. Der neue Abteilungsvorstand soll dann relativ zügig die Weichen in Puncto Trainer stellen. Coach Harry Wolter hat Vertrag bis zum Saisonende, ist zwar beliebt und (gestern beim 2:1 gegen den SV Nabern) auch erfolgreich. Dennoch geisterte gestern in den Lehenäckern auch bereits der Name Ferdi Er umher. „Der alte Vorstand wird keinerlei Gespräche für die neue Saison führen“, bestätigte Dworak in seiner aktuellen Funktion als amtierendes Vorstandsmitglied des Hauptvereins.

In der Kreisliga B fielen in der Staffel fünf zwei Partien ins Wasser. Bei der Partie TG Kirchheim II gegen den TSV Linsenhofen II erschien der eingeteilte Schiedsrichter Adel Habassi nicht. Linsenhofens Fußball-Boss Herbert Weiss: „Wir haben 45 Minuten gewartet, dann sind wir unverrichteter Dinge wieder abgereist.“

Origineller war da schon der Grund für die Absage der Partie TSV Owen II gegen den TSV Notzingen II. Owens Trainer Jürgen Rebmann: „Wir hatten Spielermangel, weil zu viele Akteure beim Skifahren waren.“

Artikel kommentieren
Share | | | |