18.08.2010 - 10:10 Uhr

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Bundesliga-Verbleib gesichert

sf1

Rainer Rauch

Kirchheim/Dettingen. Platz elf für Kirchheim und Platz 15 für Dettingen sind Leistungen, die man aus den vorherigen Jahren kennt und die am letzten Samstag gegen mitgliederstarke Vereine wie Bayreuth und Braunschweig hart erkämpft werden mussten.

Flieg nicht zu hoch und nicht zu schnell – der gut gemeinte Rat einer möglicherweise besorgten Mutter ist so gar nicht das, was ambitionierte Segelflieger hören wollen. Ausreichend Höhe ergibt weite Flugstrecken, hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten Punkte in der Bundesliga. Doch nur der Samstag brachte die für die motorlosen Flüge notwendige Sonneneinstrahlung. Neben den Routiniers fanden sich auf der Hahnweide auch eine ganze Reihe junger Piloten ein. Sie alle kämpften mit teils sehr schwierigen Bedingungen: Gegenwind und nicht allzu hochreichende Thermik behinderten das Fortkommen massiv. „Kurz nach dem Start fand ich mich bei Reutlingen gleich wieder im unteren Stockwerk“, schilderte Tilo Holighaus den schwierigen Start.

Nur eine in Thermik einkreisende Gabelweihe bewahrte den Kirchheimer vor der frühen Außenlandung. Der weitere Flug verlief in Richtung Schwarzwald bis nach Sankt Georgen und von dort wieder gegen den Wind mühsam nach Hause. Damit hatte Tilo Holighaus mehr Glück als Mitstreiter Patrick Puskeiler – für ihn en­dete der Tag auf dem Außenlande­acker. Dennoch erreichte das Team mit Junior Thomas Küppers Durchschnittsgeschwindigkeiten von 66 bis 69 km/h – eine respektable Mannschaftsleistung.

Bei den Dettinger Piloten flogen die Routiniers die Punkte ein. Aus jahrelanger Wettbewerbserfahrung wissen Andreas und Friedrich Belz sowie Günther Jauch wie man unter schwierigen Bedingungen Punkte für die Fliegergruppe sammelt. Vater und Sohn Belz hatten mit dem Weg in den Schwarzwald nach Freudenstadt eine glückliche Routenwahl getroffen: And­reas Belz konnte trotz schwachen thermischen Bedingungen eine Geschwindigkeit von annähernd 75 km/h über die 2,5-stündige Wertungszeit erreichen.

Punktemäßig konnten die Teckvereine in der Bundesliga wieder Boden gutmachen. Hatte man in den letzten Wochen immer darunter zu leiden, dass die Vereine im Norden mit deutlich besseren Wetterbedingungen unterwegs waren, konnten die Dettinger und Kirchheimer dieses Wochenende mit Beständigkeit punkten. Für die Kirchheimer ist der Klassenerhalt damit gesichert, auf Dettinger Seite ist noch eine große Portion Glück für den Verbleib in der ersten Liga nötig. An der Spitze wird es ebenfalls spannend. Der sichere Vorsprung der Münchner Segelflieger vom SFZ Königsdorf auf die LSG Bayreuth schrumpft kurz vor Saisonende rapide.

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