03.09.2010 - 13:43 Uhr

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Das „Freitags-Team“ schlägt wieder zu

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Der VfL Kirchheim bleibt seinem Ruf als „Freitags-Team“ der Oberliga treu: Gestern Abend schlugen die Teckstädter dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit Aufsteiger VfB Neckarrems mit 3:1 (1:1).

P. Eidemüller / R.Elbe

Remseck. Kollektive Erleichterung herrschte gestern kurz vor 20 Uhr auf dem Rasen des Neckarremser Sportplatzes Hummelberg – jubeln durfte aber nicht der heimische VfB, sondern die Gäste aus Kirchheim, die dank einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause die Gastgeber verdient mit 3:1 in die Knie zwangen und damit den ersehnten zweiten Saisonsieg landeten.

Dabei hatte es Mitte der ersten Halbzeit überhaupt nicht nach einem Kirchheimer Erfolgserlebnis ausgesehen, im Gegenteil: Angefeuert von rund 500 Fans ging der Aufsteiger aus dem Remsecker Stadteil auf dem engen Rasenplatz in Führung. Die Art und Weise ließ VfL-Coach Rainer Kraft regelrecht erzürnen, hatte doch der Neckarremser Abwehrrecke Staphan Fichter nach einer Ecke mutterseelenallein im VfL-Strafraum gestanden und unbedrängt zum 1:0 einköpfen können.

Die Gäste hatten bis dahin wie bereits in den Partien zuvor zu unkonzentriert agiert und ließen abermals die Genauigkeit bei Standards vermissen – bis zur 31. Minute, als die erste vernünftig getretene Ecke von Christian Kuhn in Marcel Ziegler einen dankbaren Abnehmer fand. Der 20-Jährige brachte den VfL per präzisen Kopfball aus knapp sechs Metern wieder ins Rennen.

Mit entsprechend großem Selbstbewusstsein kehrten die Teckstädter nach der Pause aufs Spielfeld zurück, agierten vom Wiederanpfiff an aggressiv und tatendurstig – mit Erfolg: nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel fasste sich Maximilian Laible ein Herz und versenkte den Ball per sattem 23-Meter-Schuss im Neckarremser Tor. Die Entscheidung nur zwei Minuten später, als der agile und wacker kämpfende Antonio Tunjic das dritte Kopfballtor des Abends erzielte. Kurios: Tunjic selbst hatte zuvor den Freistoß rausgeholt, den abermals Christian Kuhn gefährlich in den VfB-Strafraum zirkelte – die in den vergangenen Wochen kritisierte Kirchheimer Harmlosigkeit bei Standards? Wie weggeblasen.

Die Überlegenheit der Gäste musste hernach auch Neckarrems‘ Trainer Markus Koch anerkennen: „Kirchheim war heute eine Nummer zu groß für uns“, gab er zu Protokoll. Ein sichtlich erleichterter VfL-Coach Kraft ergänzte: „Ein hochverdienter Sieg, der jedoch auch höher hätte ausfallen können.“

In der Tat erspielten sich die Kirchheimer, bei denen Mario Klotz in der 60. Minute sein Debüt gab, noch einige Gelegenheiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. So war es kein Wunder, dass sich bis zum Schlusspfiff ein für solche Situationen klassisches Spiel bot: Kirchheim wollte nicht mehr, Neckarrems konnte nicht mehr.

VfB Neckarrems: Carl Zimmermann – Engl, Fichter, Christer Zimmermann, Knezevic – Longo, Berkowitsch (56. Läubin), Del Genio, Michele Ancona (56. Riedmüller) – Sevimli (67. Tsehaye), Krak.

VfL Kirchheim: Huber – Eisenhardt, Hofstetter, Kauffmann, Baradel – Ziegler (46. Er), Kümmerle, Gürol, Kuhn (77. Polat) – Laible (60. Klotz), Tunjic

Tore: 1:0 Fichter (18.), 1:1 Ziegler (31.), 1:2 Laible (49.), 1:3 Tunjic (51.)

Gelbe Karten: Chr. Zimmermann, Del Genio, Knesevic, Krak – Ziegler, Eisenhardt

Schiedsrichter: David Paulat (Schönebürg)

Zuschauer: 500

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