Mit vagen Hoffnungen auf ein besseres Resultat ist Manuel Fumic aus der Schweiz direkt zum nächsten Mountainbike-Weltcup gefahren, der am heutigen Samstag (14.30 Uhr) im italienischen Val di Sole stattfindet.
Edgar Veloci
Kirchheim. Zwei enttäuschende Rennen hat Manuel Fumic hinter sich – weder die deutsche Meisterschaft noch der Weltcup in Champéry haben gebracht, was sich der Kirchheimer erhofft hat. Nach seinem starken Frühjahr ist Sand ins Getriebe gekommen. Zu ergründen, warum das so ist, müsste man in Kopf und Körper des Cannondale-Bikers schauen können. So richtig nachvollziehbar ist das, was er sagt für Außenstehende nur schwer. „Jetzt muss ich einfach den Schalter umlegen. Es kann ja nur besser werden. Mein Ziel ist die WM im September und ich habe gut trainiert.“
Ob das nicht nur Zweck-Optimismus ist? „Nein, ich war nicht topfit und habe nicht so gekämpft, wie ich sollte, weil der Kopf noch nicht dabei war. Jetzt spüre ich wieder große Lust“, sagt er. In Champéry seien Bedingungen und Strecke einfach nicht seine gewesen und er habe es nicht geschafft, sich darauf einzustellen. Dass er seinen fünften Rang in der Weltcup-Gesamtwertung deshalb verloren hat und auf Platz acht zurück gefallen ist, hat ihn aber doch geärgert.
Der Kurs in Commezzadura, den er am Dienstag zum ersten Mal getestet hat, wird wohl etwas mehr auf ihn zugeschnitten sein. „Konditionell total anspruchsvoll, mit steilen Anstiegen“, berichtet er. Gegenüber der WM 2008 etwas verändert, aber wie damals mit größeren Abschnitten auf Wiesen. Wenn es regnet, wird es auch dort eine Schlammschlacht geben. Für Freitag und Samstag verheißen die Prognosen aber zumindest trockenes Wetter. Die Erinnerungen an die WM im Trentino vor zwei Jahren sind indes nicht ermutigend. Damals schied Manuel Fumic nach einem Sturz an 24. Stelle liegend aus.
Unter der Woche hat Fumic bereits fleißig vor Ort trainiert. „Es ist echt schön hier, das macht super Spaß“, berichtet er. Das freie Fahren ist nur ein Bonus, etwas für die gute Laune, für den Kopf. Dass der funktioniert ist für Manuel Fumic wohl genauso wichtig, wie die so oft zitierten „guten Beine“. Und vielleicht findet er ja dabei den „Schalter“, der ihm im fünften von sechs Weltcup-Rennen der Saison ein Ergebnis beschert, das seinen Fähigkeiten entspricht.
Der Kirchheimer Marco Tippmann (MTB Teck) wird heute beim Junioren-Weltcup-Rennen (9 Uhr) an den Start gehen. Mannschaftskollege Lukas Kuch wird nicht fahren, weil für ihn am kommenden Montag der Vorbereitungslehrgang auf die Weltmeisterschaft beginnt. Dasselbe gilt für MTB Teck-Youngster Nummer drei, Christian Pfäffle, der sich allerdings auch noch nicht fit genug für einen Weltcup fühlt.
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