Der TSV Weilheim auf einem neuen Tiefpunkt: Nach einer desolaten zweiten Halbzeit verlor der Handball-Bezirksligist mit 18:26 (11:11) beim SV Vaihingen. Damit verspielte die Mannschaft die allerletzte Minichance auf den zweiten (Relegations-)Platz.
Stuttgart. Nach dem ersten Sieg seit Langem – in Wolfschlugen – wollte der TSV Weilheim auch in Vaihingen doppelt punkten. Und er begann in der Abwehr auch gut, wehrte die ersten Angriffe der Hausherren erfolgreich ab. Zwei geduldig vorgetragene Angriffe bescherten das 2:0 für den TSV.
Doch dann zeigte sich wieder die alte Schwäche im Torabschluss. Vaihingen glich aus, Weilheim blieb aber am Drücker. Beim 4:3 dann die erste Schlüsselszene in der ersten Hälfte: Die gut aufgelegten Torhüter der Weilheimer entschärften zwei Würfe in Folge, und die Abwehr zwang den Vaihinger Angriff zu einem Abspielfehler. Drei Möglichkeiten in Serie ließ man jetzt vor dem gegnerischen Gehäuse ungenutzt – anstatt 7:3 zu führen, musste man den 4:4-Ausgleich hinnehmen. Danach gestaltete sich die Partie lange ausgeglichen, wobei der TSV stets vorlegte. Beim 9:9, acht Minuten vor der Pause, wechselten dann die Rollen erstmalig, und Vaihingen ging in Führung. Bei Halbzeit stand es 11:11, doch beim TSV gab es viele Baustellen.
Die guten Halbzeit-Vorsätze der Weilheimer hielten genau zwei Angriffe lang. In der Folgezeit agierten sie im Angriff viel zu zögerlich. Ohne richtig in die Zweikämpfe zu gehen und ohne sich wehtun zu wollen, versuchte man zum Erfolg zu kommen.
Die zweite Halbzeit begann mit dem Weilheimer Supergau: Nachdem Planitz den Ball zunächst noch im Winkel unterbrachte, folgte eine 18-minütige Schwächeperiode. Fehlwürfe, Ideenlosigkeit und Zuspielfehler am Fließband motivierten die Hausherren, und dem Anspruch eines Spitzenteams wurde der TSV zu keiner Zeit gerecht. Nach dem 12:12 zog Vaihingen auf 19:12 davon, die Vorentscheidung. 18 torlose Minuten waren einfach zu viel.
Eine Auszeit in der 49. Minute half dem TSV, um auf 15:20 zu verkürzen. Doch alle leisen Hoffnungen verpuffte schnell wieder. Eine Umstellung der Abwehr offenbarte die beschränkten Mittel der Vaihinger, das 16:24 zeigte aber auch, dass der TSV an diesem Tag noch schlechter war. „Not gegen Elend“, das war ein Zuschauerkommentar. Die Schlusssirene nach dem 18:26 war für viele Zugucker eine Erlösung. tk
SV Vaihingen: Hammerle, Glaser – Foscher (3), Hertfelder, Höll (5), Timpel (2), Haisch (1), Schermann (1), Sax, Mäusle, Fischer (9/2), Biegber (1), Cafandri (2), Hurtenstein (2).
TSV Weilheim: Rehkugler, Illi – Auweter, T. Sigel, Seyferle (1), Bachofer (9/6), Wiesinger (1), Eker (3), S. Sigel (1), Klein, Schorr, Planitz (3), Weiss.
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