27.08.2010 - 10:39 Uhr

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Die Woche der Wahrheit

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Findet Manuel Fumic überm großen Teich wieder in die Spur? Vom heutigen Weltcup-Finale in Windham (USA) und mehr noch von der WM eine Woche später in Kanada wird abhängen, ob die erste Saison im Cannondale-Trikot eine ­erfolgreiche wird.

Edgar Veloci

Windham. Vor seiner Abreise in die USA vergangene Woche hat Manuel Fumic noch drei Etappen der Trans-Schwarzwald bestritten. Der Tagessieg, den er dabei auf dem zweiten Abschnitt erzielte, war dabei eher Nebensache. „Ich wollte noch ein paar intensive Trainingseinheiten haben“, erklärt er seinen kurzfristigen Start. Vor dem Doppelpack mit Weltcup-Finale in Windham (USA) und der WM im kanadischen Mont Sainte Anne fehlt dem Kirchheimer immer noch eine verlässliche Richtschnur was die eigene Form angeht. „Ich habe eine super gute Basis, das merke ich an meinem Puls im Training. Was fehlt ist das Intensive, das Hochdrehen,“ sagt der 28-Jährige. Wer den Kirchheimer im Verlauf seiner Karriere verfolgt hat, dem können solche Aussagen durchaus bekannt vorkommen.

Die enttäuschenden Ergebnisse bei den beiden Juli-Weltcups in Cham­péry und im Val di Sole, haben viele Fragen unbeantwortet gelassen. Manuel Fumic fand schließlich eine Erklärung, nachdem er seine Trainingsaufzeichnungen noch mal studiert hatte: Vor der deutschen Meisterschaft und vor den Weltcups habe er sich nach einem harten Trainingsprogramm nicht die nötigen Ruhephasen gegönnt. Diese Ruhe zur Kompensierung von Trainingsreizen hat er sich zuletzt gegönnt und dabei sehr dosiert, aber intensiv trainiert. Bis zum WM-Rennen am 4. September, so hofft er, müsste die Kurskorrektur Wirkung zeigen.

Gemeinsam mit Fahrern aus dem deutschen U23-Kader und mit dem Freiburger Moritz Milatz hat er einige Tage in Mont Sainte Anne verbracht, um dann nach Windham zu reisen, das ungefähr acht Autostunden südlich im Bundesstaat New York liegt. Windham in den Catskill-Mountains ist zum ersten Mal Austragungsort eines Weltcup-Rennens. Dort soll es für den Kirchheimer am heutigen Samstag (20.30 Uhr MESZ) deutlich besser laufen, als zuletzt. Im Grunde fungiert aber auch das Weltcup-Finale noch als Baustein für die WM-Form eine Woche später, wie für die meisten seiner Konkurrenten auch.

Fumics Aussichten, seinen siebten Rang in der Gesamtwertung noch zu verbessern, sind allerdings gering. Wahrscheinlicher ist, dass er seinen Platz gegen Verfolger wird verteidigen müssen. So oder so: Nach dem Finale wird wohl das beste Gesamtergebnis im Weltcup in seiner bisherigen Karriere feststehen. 2004 war er Elfter, Platz zwölf folgte 2007.

Um den Gesamtsieg duellieren sich die beiden Top-Fahrer der Saison: Weltmeister Nino Schurter (Schweiz) hat lediglich 26 Punkte Vorsprung auf Doppel-Olympiasieger Julien Absalon. Landet Absalon vor dem Schweizer auf einem der ersten beiden Plätze, ist er zum sechsten Mal Gesamtsieger im Weltcup. Für Schurter wäre es sein erster Triumph.

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