26.09.2007 - 01:30 Uhr

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Heimpremiere vor Rekordkulisse

63 Starter in fünf verschiedenen Klassen bildeten die Rekordkulisse beim achten und letzten Lauf zur deutschen Monkeycross-Meisterschaft in Weilheim. Das Rennen, unter der Regie des Hepsisauer Motorsportvereins (HMV), war gleichzeitig Premiere auf dem bisher nur als Trainingsstrecke genutzten Gelände beim Lindachstadion.

WEILHEIM Die über 500 Zuschauer erlebten packenden Motocross-Sport, nicht zuletzt deshalb, weil vor dem Rennen der DM-Titel gleich in vier Klassen noch völlig offen war. Auf der perfekt präparierten Strecke boten die Fahrer atemberaubende Zweikämpfe und waghalsige Sprünge. In der 50-ccm-Klasse der jüngsten Starter bis zwölf Jahre fuhr das Brüderpaar Kevin und Robin Schumann aus Ochsenwang seinen ersten Doppelsieg ein. In der Meisterschaft belegten beide die Plätze drei und vier. Der DM-Titel in dieser Klasse ging erstmals an Hannes Hummel aus Hepsisau. Zweiter wurde Maximilian Bazle, ebenfalls aus Hepsisau, der Platz drei in der Tageswertung belegte. Ein Beweis für die Vormachtstellung des HMV in der Klasse 0.

In der Klasse 2 (CRF100, ab zehn Jahre) stand mit Sven Herderich vom MSC Feuchtwangen der Titelträger schon vor dem Saisonfinale fest. Er war zum Rennen erst gar nicht angereist. Kai Vybiralik aus Uhingen nutzte die Gelegenheit und gewann in Weilheim sein erstes Rennen. In der Meisterschaft wurde er Zweiter vor Moritz Hummel aus Hepsisau und Sabrina Allgaier aus Kirchheim.

Ein weiterer Höhepunkt waren die Rennen der Klasse 3 (Pitbikes bis 125 ccm, ab 12 Jahre). In dem 16-köpfigen Fahrerfeld lieferte sich der erst 13-jährige Benedigt Koukal (Auendorf) bis zum Schluss einen Rad-an-Rad-Dreikampf mit Joachim Arold (36 Jahre) aus Wäschenbeuren und Marc Längerer (28 Jahre) aus Owen. Am Ende des zweiten Laufs hatte Arold die Nase vorn, knapp dahinter folgten Koukal und Längerer. Damit sicherte sich in der Endabrechnung Arold den Titel vor Marc Längerer. Martin Zimmermann (Eschenbach) verpasste die Vizemeisterschaft um einen Punkt und wurde Dritter.

In der Klasse 4 (XR200) waren diesmal nur wenige Fahrer am Start, doch die sorgten für Spannung. Die 15-jährige Julia Degout aus Hepsisau, jüngste Fahrerin in diesem Feld, war bei ihrem Heimrennen hoch motiviert. Im ersten Durchgang konnte sie den Start für sich entscheiden und alle Angriffe des in der Meisterschaft vor ihr platzierten Brüderpaars Martin und Thomas Ebert (MSC Feuchtwangen) abwehren. Nach etwa der Hälfte der Renndistanz hatte sie einen Motorschaden und schied in Führung liegend aus. Zum zweiten Durchgang trat sie mit einem Ersatzmotor an und wurde Zweite. In der Meisterschaft bedeutete dies Platz drei.

Die Gespannklasse wurde ihrem Ruf als besonders spektakuläre Disziplin gerecht. Zwei Überschläge der Teams Jürgen Stolz/Andreas Hettich (Jesingen/Börtlingen) und Achim Bernauer/Ralf Bernauer (Kirchheim) ließ manchem Zuschauer den Atem stocken. Die Unfälle verliefen jedoch glimpflich. Für Spannung sorgten auch die eigens für das Weilheimer Rennen reaktivierten Teams Dietmar Bazle/Ulli Rommel (Bissingen/Weilheim) und Marcel Faustmann/Martin Ebensperger (Bissingen/Jesingen). Beide zählten zwar zu den Favoriten, mussten jedoch aufgrund fehlender DM-Punkte aus der hinteren Reihe starten. Das Duo Faustmann/Ebensperger erwischte den besseren Start und konnte sich schneller durch das Feld der neun Mannschaften arbeiten. Am Ende siegten sie vor dem Team Bazle/Rommel. Dritter wurden die Titelverteidiger und neuen Titelträger Christoph Bachofer/Markus Haußmann (Kirchheim). Zweite in der Jahresabrechnung wurden die Gespannneulinge Felix Held und Maximilian Moll (Kirchheim).

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine offene MX-Klasse, die der Veranstalter zusätzlich ins Rahmenprogramm aufgenommen hatte. Hier gewann Routinier Günter Welk (Kirchheim) vor Luca Fortuna und Ralf Klerks.

jh

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