14.10.2008 - 11:06 Uhr

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Meisterkür im Rabailen

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Rund 400 Zuschauer säumten die Strecke im Rabailen beim Endlauf zur deutschen ­Monkey-Cross-Meisterschaft in Kirchheim. 67 Teilnehmer, die fast ausnahmslos aus der Region stammten, wetteiferten in fünf Klassen um die letzten DM-Punkte. Am Ende waren die Tagessiege meisterschaftsentscheidend: alle Kirchheim-Sieger holten auch den DM-Titel 2008.

Kirchheim. In der Klasse 0 (50 ccm, sechs bis zwölf Jahre) drehte der zwölfjährige Kevin Schumann aus Ochsenwang den Spieß noch um. Er schob sich mit zwei Laufsiegen an seinem bis dahin in der Meisterschaft führenden Bruder Robin vorbei und sicherte sich seinen ersten DM-Titel. In der Klasse 2 (100/110 ccm) ging es noch knapper zu. Vor dem Rennen führte Moritz Hummel (Hepsisau) einen Punkt vor Kai Vybiralik aus Uhingen. Im ersten Wertungslauf lieferten sich beide rundenlang einen packenden Rad-an-Rad-Kampf. In der letzten Runde ging Hummel spektakulär zu Boden. Der Uhinger Vybiralik übernahm mit seinem Sieg auch gleichzeitig die Tabellenführung, die auch im zweiten Durchgang nicht mehr in Gefahr geriet. Bei den 125ern (Klasse 3) bot der Göppinger Martin Zimmermann eine souveräne Leistung. Er holte mit zwei unangefochtenen Laufsiegen den Titel.

In der Klasse 4 (200 ccm) entwickelte sich ein unerwarteter Zweikampf. Vor dem Rennen führte Thomas Ebert (Feuchtwangen) mit acht Punkten vor seinem Bruder Martin. Thomas hätten zwei zweite Plätze in Kirchheim zum Titel gereicht. Im ersten Durchgang wurde er jedoch nur Vierter. Sein Bruder holte durch einen Laufsieg sieben Punkte auf und lag plötzlich nur noch einen Punkt zurück. Im entscheidenden zweiten Laufs dann das umgekehrte Bild. Martin stürzte und setzte zu einer beeindruckenden Aufholjagd an, doch mehr als Platz vier war nicht mehr drin. Thomas gewann den zweiten Durchgang und stellte damit den alten Acht-Punkte-Abstand wieder her.

Die Gespannklasse war durch mehrere spektakuläre Zwischenfälle gekennzeichnet. Bereits vor dem Rennen mussten die DM-Zweiten Felix Held und Maximilian Moll (Kirchheim) improvisieren. Moll konnte krankheitsbedingt nicht antreten. Da jedoch die DM-Punkte dem Fahrer gutgeschrieben werden, holte sich Held kurzerhand den erfahrenen Wolfgang Degout (Hepsis­au) ins Boot. Die beiden setzten sich zu Beginn des Laufs gleich an die Spitze des Feldes und fuhren einen Vorsprung heraus. Das in der Meisterschaft führende Team Christoph Bachofer/Markus Haußmann kam mit der Kirchheimer Strecke zunächst nicht zurecht und lag zu diesem Zeitpunkt nur auf Platz vier. Dann ereilte das Team Held/Degout das Pech: In einer Linkskurve sprang die Kette vom Kettenrad und es dauerte einige Zeit bis der Schaden behoben war. Damit vergrößerte sich der Rückstand auf die im ersten Lauf drittplatzierten Bachofer/Haußmann auf elf Punkte. Beflügelt von diesem Vorsprung gewann das Team Bachofer/Haußmann den zweiten Durchgang und verteidigte somit seinen DM-Titel aus dem Vorjahr erfolgreich.

Am 22.November endet die Saison mit der offiziellen Meisterschaftsehrung des Deutschen Monkey Clubs. Gastgeber wird der Hepsisauer MV sein. jh

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