Handball-Bezirksliga: Tälesteam schielt auf Relegationsplatz – TSVW erwartet defensive Gäste
Nächster „Matchball“ für die SG Lenningen

Letzte Chance auf den Relegationsplatz? Um an der Tabellenspitze dranzubleiben, müssen Lenningens Bezirksliga-Handballer heute gewinnen. Der TSV Weilheim will Wiedergutmachung für die ärgerliche Niederlage der Vorwoche.

Lenningen/Weilheim. Machen die beiden Hauptstadtvereine TuS Stuttgart und SV Vaihingen die Meisterschaft unter sich aus? Für die SG Lenningen besteht als Tabellenvierter heute die Möglichkeit, oben dranzubleiben und so wenigstens den Relegationsplatz zu erreichen. Der erste Anlauf vor zwei Wochen ging schief, als gegen Hegensberg-Liebersbronn verloren wurde.

Im heutigen Spiel bei der HSG Leinfelden-Echterdingen (Spielbeginn 20 Uhr, Goldäcker-Sporthalle Echterdingen) sollte der „Matchball“ sitzen. Die HSG ist nach ihrer 21:29-Niederlage gegen den SV Vaihingen bedrohlich nahe an die Abstiegszone gekommen. Allerdings haben die Lenninger mit Mannschaften aus dem hinteren Tabellenfeld ihre Schwierigkeiten. Trainer Klaus Wöller erwartet wie beim Vorrundenspiel, das die SG 32:29 gewann, eine offensive HSG-Abwehr. „Da heißt es, sich gut und schnell zu bewegen“, betont er und verweist auf das Hegensberg-Spiel: „Auch da habe ich den Jungs diese Order gegeben, leider ohne Erfolg.“ Dass dazu noch eine eklatante Abschlussschwäche kam – allein drei Strafwürfe wurden nicht verwertet – passte ins Gesamtbild.

Die SG muss auf Benjamin Schwarz aufpassen, der mit seinen Kontertoren die SG-Abwehr vor große Probleme stellte. Gegen Vaihingen fehlte er. Da empfahlen sich Daniel Hachtel, Oliver Haunschild und Florian Alber. Klaus Wöller kann in Bestbesetzung antreten lassen.

Lokalrivale TSV Weilheim hat heute um 20 Uhr den TSV Neckar­tenzlingen zu Gast. Nach zuvor vier Siegen in Folge verlor der TSVW am vergangenen Samstag beim HT Uhingen-Holzhausen. Dass die Serie irgendwann reißen wird, war den Weilheimern bewusst. Nur die Art und Weise, wie in Uhingen verloren wurde, war ärgerlich und nicht nachvollziehbar. Der TSVW leistete sich eine Schwächephase zu einem Zeitpunkt, als man drei Tore aufgeholt hatte.

„Wenn wir am Samstag gewinnen wollen, dürfen wir uns solche Aussetzer wie in der zweiten Halbzeit gegen Uhingen nicht leisten“, so Weilheims Trainer Jochen Blum. Soll heißen: im Angriff druckvoller spielen, mehr Torgefahr entwickeln und Torchancen nutzen. Unter der Woche lag der Trainingsfokus auf dem Angriffsspiel. Verschiedene Varianten wurden eingeübt, sodass die Mannschaft auf mehrere Optionen zurückgreifen kann, um die defensive 6:0-Abwehr der Neckartenzlinger zu bezwingen.

Mit fünf Punkten aus 15 Spielen stehen die Gäste abgeschlagen auf einem Abstiegsplatz. Der TSV Weilheim und der TV Plochingen II sind die einzigen Mannschaften, gegen die Neckartenzlingen überhaupt punkten konnte. Die Weilheimer Niederlage in der Hinrunde war deshalb umso schmerzlicher. „Unterschätzen dürfen und werden wir die Neckartenzlinger nicht“, verspricht Blum.

In den letzten Spielen waren die Neckartenzlinger häufig vom Pech verfolgt und verloren stets nur knapp. Ein Sieg ist für die Mannschaft von Jochen Blum sehr wichtig, vor allem, wenn man die folgenden Spiele des TSV Weilheim betrachtet: Kommenden Woche Samstag steht die Auswärtspartie beim SV Vaihingen an, anschließend folgt das Lokalderby gegen die SG Lenningen (11. Februar) und schließlich das Spiel gegen den TuS Stuttgart (25. Februar) – alles Mannschaften, die im vorderen Tabellendrittel platziert sind.döl/pa

SG Lenningen: Carrle, H. Lamparter – Austen, Bächle, Dieterich, Haid, J. Lamparter, Pisch, Renz, K. Ringelspacher, O. Ringelspacher, Schmid, Schur, Wald


TSV Weilheim: Illi, Müske – S. Sigel, T. Sigel, F. Zettl, D. Zettl, Klett, Dotschkal, Blum, Klein, Auweter, Seyferle, Hiller