23.06.2009 - 14:13 Uhr

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Rekordbeteiligung beim dritten DM-Lauf in Kirchheim – Hochspannung in der Gespannklasse

bk

Rekordbeteiligung beim dritten Lauf um die deutsche Monkey-Cross-Meisterschaft in Kirchheim: 79 Fahrer bestückten die sechs Wertungsklassen, so viele wie noch nie in dieser Saison. Rund 500 Zuschauer kamen.

Kirchheim. Im Gewann Rabailen, wo von Ausrichter RKV Kirchheim eine stadioncross-ähnliche Strecke aufgebaut worden war, herrschte hinterher Zufriedenheit. Nicht weniger als 79 Motorsportler unterschiedlichen Alters hatten sich zum dritten DM-Lauf angemeldet – Saisonrekord. Die DM ist vom Deutschen Motorsportverband (DMV) und Deutschen Monkey Club (DMC) ausgeschrieben und soll in diesem Jahr insgesamt sieben Läufe beinhalten.

Bei den Sechs- bis Zwölfjährigen der Klasse 0 (16 Fahrer/50 ccm-Monkeys) fehlte der gesamtführende Robin Schumann verletzungsbedingt. Diese Chancen nutzten Sven Götz (Kirchheim) und Maik Vybiralik (Uhingen), um an ihrem jungen Kollegen punktemäßig vorbeizuziehen. Am Ende gewann Maik Vybiralik beide Läufe und übernahm die Führung vor Sven Götz. Mit Platz drei in Kirchheim schob sich auch noch Sina Clauss (Laichingen) an Robin Schumann vorbei, der nun Vierter ist.

In der Klasse 1 (15 Starter/bis 100 ccm) gewann Kevin Schumann (Ochsenwang) den ersten Wertungslauf, nachdem er nach einem Überholmanöver wenige Runden vor Schluss am neuen DM-Spitzenreiter Hannes Hummel (Hepsisau) vorbeigezogen war. Christoph Maier (Kirchheim) gewann zwar den zweiten Lauf, war aber im ersten Lauf nach einem technischen Defekt ausgeschieden und fiel in der Gesamtwertung von Platz eins auf Platz zwei zurück. Tages-zweiter wurde Marc Jaksch aus Dettingen, der sein bislang bestes Ergebnis verbuchte. Den dritten Platz in Kirchheim belegte Lukas Schoppe (Ellenberg).

Bei den 125ern-Pitbikes (Klasse 2) waren die Podestplätze bis zur letzten Runde heiß umkämpft. Martin Zimmermann (Göppingen), Ulli Rommel (Weilheim) und Marc-Christoph Kou­kal (Auendorf) wechselten sich mehrfach an der Spitze ab und lieferten sich spannende Rad-an-Rad-Kämpfe. Während Koukal den ersten Durch­gang vor Zimmermann gewann, siegte Zimmermann im zweiten Lauf knapp vor Rommel.

Ein ähnliches Bild sahen die Zuschauer in der Klasse 3 (Pitbike-open). Hier kämpften Routinier Günter Welk (Kirchheim) und Jo­achim Arold (Wäschenbeuren) über die gesamte Renndistanz um den Sieg. In Führung liegend löste sich bei Welk schon nach wenigen Runden der Schnellverschluss seiner Sitzbank. Der jetzt fehlende Sitz hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiterhin Rekordzeiten zu fahren. Dann stürzte er und Arold übernahm die Führung. War‘s das für Welk? Mitnichten: Mit viel Kämpferherz fuhr der Kirchheimer wieder heran und nahm Arold die Führung in der vorletzten Kurve ab. Das war der Tagessieg und brachte Punkte – aber nicht genug: Mit 111 Zählern führt Arold weiter die Gesamtwertung vor Karl-Josef Jerg (Boms/88), Dominik Härle (Königseggwald/80) und Welk (77) an.

Um eine übermäßige Staubentwicklung zu verhindern, hatte der Ausrichter zwischendurch mehrfach die Strecke bewässert – die Chance für die Nässespezialisten der Klasse 4 (200 ccm). Einer davon war Dennis Fischer (Holzmaden), der überraschend auf Platz drei landete. Den Tagessieg holte sich Thomas Ebert (Feuchtwangen) mit einem ersten und zweiten Platz.

Bei den Gespannen war die Spannung richtig groß: Einerseits führten Christoph Bachofer/Markus Haußmann (Kirchheim) und Jürgen Stolz/Sören Schäfer (Jesingen) nach zwei DM-Durchgängen punktgleich, andererseits waren mit Felix Held/Maximilian Moll (Kirchheim) und Marcel Faustmann/Ralf Bernauer (Bissingen) zwei Gastteams mit internationaler Erfahrung am Start. Zusätzlich hatte das Team Stolz/Schäfer noch Pech gehabt: Sören Schäfer brach sich wenige Tage vor dem Rennen den Arm, weshalb Andreas Hettich (Börtlingen) als Beifahrer ins Boot geholt wurde.

Neun Gespanne sorgten dann für viel Action in Kirchheim. Am Ende siegten Held/Moll vor Faust­mann/Bernauer. Überraschungsdritte wurden Sven Lindemann/Christian Drechsler (Kirchheim), die sich mit 73 Punkten auf Rang drei in der Meisterschaft schoben. Derweil führen Bachofer/Haußmann und Stolz/Schäfer (jeweils 96) weiterhin punktgleich die Gesamtwertung an. jh

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