29.08.2010 - 22:08 Uhr

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Trainer Vincenzo Mele spielt Doppel

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Der TSV Weilheim spielt in der Landesliga durchaus auf Augenhöhe mit anderen Klubs. Trotz dieser ersten, recht positiven Erkenntnis nach zwei Partien, gibt es noch viel zu tun.

REIMUND ELBE

Weilheim. Die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Seit gestern Abend haben es die Weilheimer Fußballer schwarz auf weiß: Der Neuling ist das einzige Team in der Landesliga, Staffel 2, das in der laufenden Saison noch kein Tor erzielt hat.

Kein Grund zur Panik, findet der sportliche Leiter des TSVW, Günther Friess. „Sowohl beim 0:0 in Ebersbach als auch beim gestrigen 0:1 gegen die TSVgg Plattenhardt haben wir uns Chancen herausgespielt“, erläutert der Funktionär, „letztendlich hapert es noch an der Cleverness.“ Die Weilheimer sind zweifellos durch das langfristige Fehlen von Toptorjäger Kai Hörsting (fällt nach neuestem Stand womöglich in der gesamten Vorrunde aus) ins Mark getroffen. Friess weist jedoch auch auf die bislang gute Defensivarbeit des Aufsteigers hin. „In zwei Spielen haben wir nur ein Gegentor bekommen“. Mit der Zuschauerkulisse konnten die Weilheimer gestern allerdings zufrieden sein, 240 Besucher waren bei der Heimpremiere der Weilheimer live dabei. „Mit dem Reitturnier hat parallel ein großes Event im Ort stattgefunden hat, deshalb sind wir wirklich zufrieden“, betonte Friess. Spitzenreiter in der Landesliga ist ein Mitaufsteiger: Der TSV Regglisweiler mit Trainer Peter Reder führt zusammen mit Weilheim-Bezwinger Plattenhardt das Feld punkt- und torgleich an.

Für Erstaunen in der Bezirksliga sorgt unterdessen Neuling VfL Kirchheim II. Der Nachwuchsschuppen des Oberligisten löste die ersten beiden Aufgaben überzeugend. Trainer Stefan Haußmann wiegelt trotz des Turbostarts ab. „Wir merken, dass in der Mannschaft viele Puzzleteile zusammenpassen“, erläutert er bildhaft, „aber erst das kommende Spiel beim Landesliga-Absteiger GSV Dürnau wird zeigen, wo wir genau einzuordnen sind.“ Beim Bezirksligakonkurrenten TSV Grötzingen herrschte gestern Aufbruchstimmung: Der neue Kunstrasenplatz wurde mit der Partie gegen den GSV Dürnau (0:0) eingeweiht. „Es ist ein Kunstrasen von toller Qualität“, schwärmt Grötzingens Spielleiter Olav Sieber. Derweil wird auch der Rasenplatz an der Aich saniert. Vorbei sind damit die Zeiten, als der Grötzinger Platz zum Ärgernis für die anderen Teams wurde. „Kartoffelacker“ war noch einer der freundlicheren Kommentare über das bisherige Spielterrain.

„Die Hände zum Himmel“, hieß es gestern auf der Alb nach dem Schlusspfiff. Das 4:1 der SGEH über den Neuling TSV Harthausen hatte Jubel und entspannte Mienen bei der Spielgemeinschaft zur Folge. „Es war ein tolles Wochenende für uns, beide Teams haben gewonnen“, konstatierte SGEH-Spre­cher Benjamin Möll, denn auch die „Zweite“ siegte in Neidlingen. Die Erfolge waren zudem ein Stimmungsaufheller speziell für Möll, einen bekennenden Fan des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München. „Die 0:2-Niederlage in Kaiserslautern am Freitag war schon enttäuschend“, so der SGEH-Pressewart.

Ein ganz besonderer Tag in der Klubgeschichte war der 29. August 2010 für die SpV 05 Nürtingen, in der Kreisliga-B5-Konkurrenz der Teckteams TSV Oberlenningen II und SV Nabern II. Zum ersten Mal in der Historie spielt ein ehemaliger Jugendspieler der SpV in der Fußball-Bundesliga. Bis 2003 spielte der heute 20-jährige Daniel Didavi für die „Waldheimer“, wechselte dann zum VfB Stuttgart. Gestern um 18.30 Uhr war es so weit. Didavi wurde beim Stande von 0:3 nach der Pause eingewechselt. Die 1:3-Schlappe gegen Borussia Dortmund konnte er freilich nicht abwenden.

Das ungewöhnlichste Tor fiel bei der Kreisliga B6 im Match SV Nabern gegen TSV Oberlenningen. SVN-Keeper Michael Meyer und Teamkollege Jochen Baudisch prallten bei einer Hereingabe zusammen, der dahinter lauernde Oberlenninger Hamit Geckin staubte eiskalt zum zwischenzeitlichen 1:2 ab. Meyer und Baudisch mussten mit Prellungen ausgewechselt werden. Bemerkenswert war zudem das Programm des Oberlenninger Trainers Vincenzo Mele. Zunächst betreute er die zweite Mannschaft der Oberlenninger beim Auswärtsmatch in Aich (3:4 verloren), sofort nach Spielschluss machte er sich auf den Weg nach Nabern und coachte auch dort. Grund: Claus Eberle, Trainer der TSVO-Ersten, ist im Urlaub.

In Jesingen ist der Abstiegsfrust schon beinahe vergessen. Das 4:0 gegen den TSV Altdorf stimmte die Fans des A‑Ligisten froh. „Aber jetzt wartet im September mit acht Pflichtspielen ein hammerhartes Programm auf uns“, betont TSVJ-Abteilungsleiter Steffen Mauz – ein Monat der Wahrheit also für den Ex-Bezirksligisten.

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