07.09.2010 - 10:04 Uhr

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47 Jahre lang Kirchheim treu geblieben

alm

Heinz Decker, Geschäftsbereichsleiter des Versicherungs- und Beitragsmanagements der AOK Neckar-Fils, geht von Bord: Nach 47 Dienstjahren wurde der 62-Jährige am Montagabend feierlich in den Vorruhestand verabschiedet.

heike allmendinger

Kirchheim. Seit stolzen 47 Jahren arbeitet Heinz Decker bei der AOK in der Schöllkopfstraße in Kirchheim – am 17. September wird der 62-Jährige zum letzten Mal an seinem Schreibtisch sitzen: Denn dann beginnt für den Geschäftsbereichsleiter des Versicherungs- und Beitragsmanagements der AOK Neckar-Fils der Vorruhestand. Gefeiert wurde bereits am Montagabend: Zahlreiche Kollegen fanden sich in der Kantine der AOK in Kirchheim ein, um den Schlaitdorfer gebührend zu verabschieden.

Begonnen hatte Heinz Deckers Laufbahn bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Kirchheim, die momentan 130 Mitarbeiter beschäftigt, am 1. April 1963. „Damals trugen die Mitarbeiter am Schalter noch graue Kittel und hatten Ärmelschoner“, erzählte Personalratsvorsitzender Alexander Schmid. Auch der Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils, Dieter Kress, erinnert sich an diese Zeit, in der „vieles anders, vielleicht menschlicher, aber auf jeden Fall überschaubarer“ gewesen sei. In all den Jahren habe Heinz Decker „die Höhen und Tiefen des Krankenkassengeschehens“ miterlebt und dabei wie kein anderer die Entwicklung der AOK Nürtingen-Kirchheim geprägt – vor allem, als es im Jahr 2007 einen großen Einschnitt für die Mitarbeiter der Krankenkasse gegeben hatte: Damals wurden die Bezirksdirektionen Esslingen, Göppingen und Nürtingen-Kirchheim zur AOK Neckar-Fils zusammengefasst. „Das brachte viele Veränderungen in organisatorischer und persönlicher Hinsicht mit sich“, sagte Dieter Kress. „Es war keine leicht verdauliche Kost.“ Heinz Decker sei der neuen Führungsmannschaft aber stets solidarisch und kooperativ begegnet. „Sie waren immer zuverlässig. Besonders schätze ich Ihre Besonnenheit und Ihre ruhige, sachliche Art, die Dinge anzupacken. Das war für uns alle ein Gewinn“, betonte der Geschäftsführer.

Lobende Worte fanden auch der Personalratsvorsitzende Alexander Schmid und Helmut Hartmann, alternierender Vorsitzender des Bezirksrates der AOK Neckar-Fils. „Die AOK ist keine Internet-Krankenkasse. Wir wenden uns direkt an die Menschen. Und genau das haben Sie immer gelebt“, verdeutlichte Helmut Hartmann. Anschließend erzählte Heinz Decker von seinen ersten Eindrücken als Auszubildender zum Verwaltungsangestellten in den 60er-Jahren. „Ich werde es nie vergessen, als der damalige Geschäftsführer Werner Altdorfer zu mir sagte: ,Am Telefon kann man ein Lächeln hören.’“

Seither ist der 62-Jährige dem Standort Kirchheim, der ihm „sehr ans Herz gewachsen ist“, treu geblieben. Jetzt allerdings verlässt er die AOK mit „gemischten Gefühlen“. „Ich bin einerseits sehr mit dem Unternehmen, den Mitarbeitern und Kunden verbunden. Aber andererseits habe ich mein Ziel erreicht und kann loslassen.“ Für „seine“ AOK in Kirchheim wünscht sich der Schlaitdorfer, „dass der Standort auch in Zukunft erhalten bleibt“. Und dafür spreche sehr viel, freut sich Heinz Decker. Schließlich habe man für die Sanierung des AOK-Gebäudes in der Teckstadt Geld erhalten. Demnächst werde mit den Baumaßnahmen begonnen.

Ab 17. September will sich der Vater zweier Töchter, der fünf Enkelkinder hat, aber verstärkt um seine Familie kümmern – und sich im nächsten Jahr einen lang ersehnten Traum erfüllen: eine Reise nach Südafrika mit seiner Frau Helga.

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