Im Sommer ist es zu heiß, bei geöffneten Fenstern zieht es, und im Winter weicht die Wärme nach draußen. Jetzt sollen sich Klima und Energiebilanz der Holzmadener Gemeindehalle verbessern – und einiges andere auch.
Bianca Lütz-Holoch
Holzmaden. Der Festsaal der Gemeindehalle Holzmaden soll neue Fenster bekommen. So viel steht fest. Sicher ist auch, dass die Gemeinde für diese energetische Sanierungsmaßnahme einen Zuschuss vom Bund aus dem Konjunkturprogramm II erhält. „Wir haben einen Zuwendungsbescheid über 22 291 Euro bekommen“, freute sich Holzmadens Bürgermeister Jürgen Riehle. Insgesamt kostet ein Austausch der Fenster rund 100 000 Euro. Wie die neue Verglasung allerdings genau aussehen soll und was sonst noch umgebaut wird, muss der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. In jüngster Gemeinderatssitzung stellten Bürgermeister Riehle und Architekt Andreas Schober nun erst einmal ihre Pläne für die Gemeindehalle vor.
Jürgen Riehle erläuterte, dass es sinnvoll sei, bei einem Austausch der Fensterfronten gleich auch zwei zusätzliche Fluchttüren für den Brandfall einzubauen. „Das wäre dann ein freiwilliger Notausgang, der baurechtlich nicht gefordert ist“, sagte Riehle. Allerdings fasse der Festsaal immerhin 120 bis 150 Personen. Zudem sei es jederzeit möglich, dass die Brandschutzvorgaben verschärft würden. Auch Architekt Schober plädierte für eine vorausschauende Planung in Sachen Brandschutz.
Er stellte im Ratsrund zudem zwei Optionen für die Erneuerung der Verglasung im Festsaal vor. Zum einen sei es möglich, lediglich neue Fenster in die bestehende Holzfassade einzubauen. Allerdings passe in die alten Rahmen – die immer wieder renoviert werden müssen – keine Dreifachverglasung, die vor Sonneneinstrahlung schütze. Eine verbesserte Lüftung sei zudem nur über Oberlichter zu erreichen. Die bessere – aber dann auch 130 000 Euro teure – Variante wäre es laut Schober, eine ganz neue Fassade mit Holz-Aluminium-Rahmen und stärker isolierenden Scheiben einzubauen. Ein weiterer Vorteil sei es, dass dann genügend Lüftungsmöglichkeiten in die Fassade integriert werden können, die für Frischluft ohne Zug sorgen.
Neben diesem ersten Bauabschnitt präsentierte Andreas Schober noch eine weitere Idee, die später verwirklich werden könnte. Weil der Weg durch die neuen Fluchttüren im Osten der Halle auch irgendwo hinführen muss, war die Idee entstanden, eine Terrasse anzubauen. Zwei Varianten stellte Andreas Schober für diese vor. Möglich wäre zum einen eine Art geschlossener Balkon, von dem aus lediglich ein kleiner Treppenausgang auf die Wiese führt. Er suggeriere: „Wir bleiben auf der Terrasse“, so Jürgen Riehle. Denkbar wäre aber auch eine offen gestaltete Terrasse, die dazu einlädt, die Grünflächen zu betreten. Bei beiden Varianten hätten die Nutzer der Gemeindehalle künftig die Möglichkeit, bei Veranstaltungen eine Fläche unter freiem Himmel zu nutzen. „Das könnte natürlich auch Probleme mit den Anwohnern geben“, gab der Rathauschef zu bedenken.
Unbedingt notwendig ist eine Terrasse nicht, um die Fluchttüren mit dem Erdboden zu verbinden. „Wenn wir keine Terrasse bauen, wäre auch ein kleines Podest denkbar“, sagte Jürgen Riehle.
Um mehr Klarheit über die Kosten und Möglichkeiten zu bekommen, hat der Gemeinderat das Architekturbüro beauftragt, zunächst die verschiedenen Varianten auszuschreiben und Preise einzuholen. Der Austausch der Fenster soll noch dieses Jahr beginnen.

Teckboten-Weihnachtsaktion
Soziale Projekte in der Region zu unterstützen, das ist seit über drei Jahrzehnten Ziel der Teckboten-Weihnachtsaktion. Jedes Jahr werden drei Einrichtungen im Verbreitungsgebiet auserwählt. Dank großer Spendenbereitschaft der Leser sowie Firmen können auf diese Weise regelmäßig neue Projekte in Gang gesetzt werden.
mehrUnser aktuellstes Sonderthema

Von Lesern für Leser: Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre schönsten Landschaftsfotos aus Kirchheim und Umgebung zu veröffentlichen.
mehr
Kleinanzeigen schnell & einfach gestalten sowie buchen!
Hier haben Sie die Möglichkeit schnell & einfach Kleinanzeigen für unsere Print-Ausgaben zu erstellen. Für die Tageszeitung »Der Teckbote« sowie für die Mitteilungsblätter Bad Boll, Bissingen, Dettingen, Lenningen, Notzingen, Schlierbach, Weilheim sowie Wernau.
...jetzt mit der Anzeigengestaltung starten!
Wir suchen Zusteller für die regelmäßige Verteilung des Teckboten sowie des Kirchheimer Echos, Prospekten und diverser vom GO Verlag herausgegebenen Mitteilungsblätter.
Bei Interesse klicken Sie einfach hier!

Auf der Homepage von Kirchheim erleben finden Sie sämtliche Ausgaben unseres Magazins sowie weitere interessante Informationen.
mehr










(4 Kommentare)
(1 Kommentare)
(1 Kommentare)