KIRCHHEIM Am Donnerstagnachmittag meldete der Kirchheimer Landwirt der Polizei, dass erneut zwei seiner Hunde vergiftet worden seien. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten Unbekannte bereits vergangene Woche einen seiner Hunde sowie seine Katze vergiftet.
Die beiden jüngst verendeten Hütehunde hatten auf dem Grundstück des Landwirts im Kirchheimer Gewann "Tobel" mit Rattengift versetzte Köder aufgenommen und waren kurze Zeit später qualvoll gestorben. Zwar haben Polizisten das Grundstück das in unmittelbarer Nähe eines Wanderparkplatzes liegt und dessen Umgebung nach dem Anschlag am Donnerstag gründlich nach weiteren Ködern abgesucht. Trotzdem sollten alle Hundebesitzer, die in dieser Gegend mit ihren Vierbeinern spazieren gehen, besondere Vorsicht walten lassen. "Schon der geringste Kontakt mit dem Gift bewirkt, dass das Tier innerlich zerfressen wird", schildert Heinrich Herrmann, Hauptkommissar bei der Kirchheimer Polizei, die Auswirkungen des Gifts. Die vier Tiere des Landwirts seien einen äußerst qualvollen Tod gestorben. Fatale Auswirkungen hätte es Herrmann zufolge auch, wenn ein Kind einen solchen Wurstköder finden und ein Stück davon abbeißen würde.
Der Tod der beiden Hunde am Donnerstag reiht sich ein in eine Serie von Anschlägen auf die Tiere und den Besitz des Landwirts. Bereits vergangene Woche am Mittwoch, 26. April, wurde ein Hund des Mannes im Gewann Tobel vergiftet. Einen Tag später fand er seine Katze, die auch an dem Rattengift gestorben war. In der Nacht von Samstag auf Sonntag entwendeten Unbekannte zudem 110 Liter Diesel aus dem Traktor des Landwirts, der ebenfalls auf dessen Grundstück abgestellt war. Den Treibstoff hatten die Täter aus dem Tank abgepumpt.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. "Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um den Täter möglichst schnell zu finden", verspricht Heinrich Herrmann. So soll das Gelände in nächster Zeit verstärkt observiert werden.
In den vergangenen Jahren waren der Hof und die Tiere des Kirchheimer Landwirts bereits mehrfach Ziel von Unbekannten gewesen. Es wurden unter anderem landwirtschaftliche Geräte zerstört oder Heuballen angezündet.
bil/lp

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