02.09.2010 - 15:16 Uhr

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Vereine wollen beim Vinzenzifest mitreden

rum

Von mehr als 60 Wendlinger Vereinen beteiligten sich nur sieben am Vinzenzifest. „Wir sind zu kurzfristig informiert worden“, sagt Ortsringvorsitzender Karl Michael Müller. 2011 aber könnten die Vereine mit im Boot sein.

Elisabeth Maier

Wendlingen. Nachtragend seien die Vereine nicht, obwohl Müller einräumt, dass viele „sehr betroffen“ gewesen seien, dass man sie 2009 nicht in das Traditionsfest der Egerländer einbezogen habe. „Wir haben mit unseren Europafesten und der Tour de Ländle bewiesen, dass wir große Feste stemmen können.“

Dieses Jahr fragte die Stadtverwaltung nach, ob die Vereine mitmachen wollen. Aber die Bitte erreichte den Ortsring erst im März. Müller macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl, dass die Stadtverwaltung die Vereine nach dem immensen Defizit von 258 000 Euro 2009 nicht früher einbezogen habe. Als er die Anfrage von Bürgermeister Frank Ziegler erhalten habe, „war es zu spät, da stehen die Planungen der Vereine schon“. Müller, der im Hauptberuf Leiter des Esslinger Bürgeramts Stadtmitte ist, wünscht sich ein Umdenken im Wendlinger Rathaus. Er hofft, von der Stadtverwaltung schon im Herbst ein Signal zu erhalten, wie die Vereine 2011 am Vinzenzifest mitwirken könnten: „Darüber müssen wir sprechen, aber bald.“

Neben den Musikvereinen der Stadt und der Egerländer Gmoi haben der Turnverein Unterboihingen, das Deutsche Rote Kreuz, die Skizunft und die Narrenzunft am Vinzenzifest mitgewirkt, das trotz seines abgespeckten Programms gerade bei den Bürgern gut ankam. Müller: „Ich finde, es ist bestens gelaufen und es hat den Leuten gefallen“.Er ist aber überzeugt, dass die Vereine dem Fest der Egerländer wichtige Impulse geben könnten. Da die Egerländer Gmoi mit ihrem Vorsitzenden Horst Rödl selbst sehr aktiv im Ortsring sei, unterstütze man deren Traditionsfest gern. Den Zeitpunkt des Erntedankfests in den Sommerferien findet Müller aber nicht glücklich gewählt. Da seien viele Mitglieder im Urlaub und könnten sich nicht engagieren. Obwohl die Vereine grundsätzlich ihr Interesse signalisieren, glaubt Müller nicht, „dass das Vinzenzifest ein Stadtfest ersetzen kann“. Dem Vorsitzenden des Ortsrings schwebt vor, die Europafeste wieder aufzunehmen, die Wendlingens Vereine früher organisiert haben, „selbst wenn es nur im zweijährigen Rhythmus möglich sein sollte“. Das biete sich nicht zuletzt deshalb an, „weil Wendlingen viele Partnerstädte hat und aktiv die Kontakte in ganz Europa pflegt“. Die Konzeption dieser Feste könne der Ortsring selbst diskutieren und festlegen, während man sich am Vinzenzifest nur beteiligen wolle.

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