01.07.2006 - 01:15 Uhr

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"Wes Brot ich ess . . ."

Die derzeitige Diskussion um die zerstörten Versuchsreihen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) mit gentechnisch verändertem Mais zeigt für die Grünen im Kreis Esslingen erneut auf, welches Konfliktpotenzial in der so genannten "grünen" Gentechnik liegt.

KREIS ESSLINGEN "Mittlerweile geht es nicht mehr nur darum, die Risiken der Agro-Gentechnik zu verdeutlichen", so Heike Habermann vom Grünen Kreisvorstand. "Offensichtlich besteht in der Bevölkerung so wenig Vertrauen in diese Technologie, dass sogar der Staatsschutz eingeschaltet wird, um die von Herrn Rektor Professor Fischer angesprochene Freiheit der Lehre und Forschung zu schützen." Dabei wolle wohl niemand die Arbeit der HfWU insgesamt in Zweifel ziehen. Aber Lehre und Forschung hätten auch eine grundsätzliche Verantwortung, gerade weil sie Neues entdeckten. "Wenn ich in eine Richtung forsche, deren Ergebnisse nicht mehr rückholbar sind, dann muss ich meine Verantwortung erkennen und darauf hinwirken, dass andere diese Verantwortung ebenfalls wahrnehmen", so Heike Habermann weiter. "Gerade dadurch, dass in der Forschung fast immer Drittmittel benötigt werden, wird sie angreifbar.

Im Falle der Agro-Gentechnik können die Esslinger Kreisgrünen keinen Nutzen gegenüber den Risiken erkennen; die langfristigen Auswirkungen auf nachfolgende Generationen seien nicht abzuschätzen: "Das ist der Kern des Ganzen", meint Heike Habermann. Für die Esslinger Kreisgrünen stehe daher nach wie vor fest, dass Forschung im Bereich gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere nicht verantwortbar sei. Dies gelte nicht nur für den Einsatz der Agro-Gentechnik bei Lebensmitteln, sondern auch für die Nutzung von Pflanzen als nachwachsende Rohstoffe.

"Vielleicht zieht ja die Hochschule das große Los, die erforscht, wie man synthetische Gene wieder aus den Pflanzen entfernt, ohne dass diese Schaden angerichtet haben?"

pm

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