06.02.2009 - 11:35 Uhr

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Volksbank blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

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Dass die Volksbank Kirchheim-Nürtingen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann, erfüllte den Vorstandsvorsitzenden Ulrich Weiß nicht nur mit Freude, sei dies doch gerade im Bankenbereich zurzeit keine Selbstverständlichkeit. Am ges­trigen Freitag stellte die Bank im Konferenzraum Nürtingen ihre Bilanz 2008 der Presse vor. Man ist im Plus, die Bilanzsumme nahm überdurchschnittlich um 154 Millionen Euro auf 1,47 Milliarden zu.

Rudolf Stäbler

Nürtingen/Kirchheim. In der aktuellen „schrecklichen“ Finanzkrise sorge die Volksbank Kirchheim-Nürtingen für Stabilität. „Unsere Bereitschaft, Kredite zu vergeben, ist von der Krise unbeeinflusst“, betonte Ulrich Weiß. Die Volksbank habe keine „Kreditklemme“, da man im vergangenen Jahr keine anderen Banken zur Mitfinanzierung gebraucht habe. Das Kreditgeschäft finanziert die Volksbank nämlich vor allem über Einlagen aus der Region. „Unser Geschäftsmodell beruht auf einer langfristigen Geschäftsbeziehung. Gerade angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten schätzen unsere Kunden einen verlässlichen Ansprechpartner. Das ortsnahe, dezentrale Geschäft, das wir als Genossenschaftsbank betreiben, macht uns weitgehend immun gegen Marktverwerfungen“, so Weiß. Die Volksbank Kirchheim-Nürtingen bleibe so verlässlicher Finanzierungspartner für Privatkunden und den Mittelstand. „Wir können und werden ohne Einschränkung unseren Auftrag zur wirtschaftlichen Förderung unserer Mitglieder in der Region wahrnehmen“, so Weiß. Im Vergleich zum Vorjahr verspürte das Unternehmen bei ihren Firmenkunden eine verstärkte Nachfrage bei Krediten. Die Kreditzusagen nahmen so im Firmenkundenbereich um 23 Prozent auf 165,8 Millionen Euro zu (2007 waren es 134,8 Millionen).

Für das Privatkundengeschäft wird die Bank zusammen mit ihrem Verbundpartner Teambank das Angebot easyCredit erweitern. Die Teambank legt im Frühjahr ein easyCredit-Konjunkturpaket über 250 Millionen Euro auf, aus dem Kreditbeträge zwischen 1 000 und 5 000 Euro mit einer Laufzeit zwischen 12 und 84 Monaten und einer 25-prozentigen Zinsersparnis angeboten wird. „Letztendlich sind es die Verbraucher, die durch Konsum die Binnennachfrage stützen“, so Vorstandsmitglied Dieter Helber. Mit den Krediten könne man auch etwas für den kleinen Mann tun, stellte Helber heraus.

Bei den Kundeneinlagen hat sich mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 1,07 Milliarden die positive Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt. Wie im vergangenen Jahr lag das Wachstum im Bereich der Termineinlagen und Geldmarktkonten. „Neben unseren bankeigenen Angeboten nutzen unsere Kunden auch die attraktiven Anlagemöglichkeiten unserer genossenschaftlichen Verbundpartner“, so Dieter Helber. Bei den Verbundpartnern wie der Union Investment, Bausparkasse Schwäbisch Hall, VR-Leasing, DZ-Bank oder der Süddeutschen Krankenversicherung zählt das Unternehmen zu den Spitzeninstituten im Vermittlungsgeschäft. Das Kundenvolumen beläuft sich auf 3,3 Milliarden Euro.

Gerade in unsicheren Zeiten konzentrieren sich die Anleger wieder auf eher konservative und sichere Finanzangebote. Eine wahren Schub verspürten die Banken vor allem im Bauspargeschäft. Die Neuregelung der Wohnriesterförderung und die Verunsicherung an den Kapitalmärkten bescherten den Banken einen Zuwachs von 19 Prozent auf ein Bausparvolumen von 85,2 Millionen Euro.

Auch im Versicherungsbereich nahmen die Abschlüsse überdurchschnittlich zu. 20 Prozent mehr an Verträgen verzeichnete die Bank im Bereich Lebensversicherungen und Altersvorsorge. Ein Team aus Versicherungsspezialisten informiert zu allen relevanten Themen aus den Bereichen der betrieblichen/privaten Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Firmen und Privatversicherungen.

Vorstandsmitglied Harald Kuhn berichtete, dass aufgrund des scharfen Wettbewerbs die Zinsmarge weiter unter Druck sei. Im Vergleich zum Vorjahr sank so der Zinsüberschuss von 2,29 auf 2,19 Prozent. In absoluten Zahlen konnte der Zinsüberschuss mit 30,7 Millionen Euro auf konstantem Niveau gehalten werden. Kuhn ging auch auf die Kosten ein und zeichnete auf, dass der Personalaufwand rund zwei Drittel der Kosten ausmache. Zum Jahresende beschäftigte die Volksbank 440 Mitarbeiter, davon 30 Auszubildende.

Freude herrschte im Vorstand natürlich auch darüber, dass die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr erneut gestiegen ist. 335 neue Mitglieder wurden gewonnen, sodass die Bank jetzt 51 057 Mitglieder hat. So ist im Geschäftsgebiet fast jeder Dritte Einwohner Mitglied bei der Volksbank Kirchheim-Nürtingen. Damit liegt die Bank der Mitgliederzahl nach auf dem sechsten Platz in Baden-Württemberg.

Wie im Vorjahr, so war zu erfahren, soll eine Dividende in Höhe von 5,5 Prozent ausgeschüttet werden. Die Rendite liege damit deutlich über dem Kapitalmarktzinsniveau. Der Beschluss soll in der Vertreterversammlung erfolgen, die am Mittwoch, 29. April, in Kirchheim stattfindet. „Das von unseren Mitgliedern eingezahlte Geschäftsguthaben ist sicher und eine renditestarke Investition“, erläutert Harald Kuhn.

Auf Initiative der Volksbank gründeten Interessierte Handwerker, Planer und Energieberater das „Netzwerk Energie“. Das Konzept sieht vor, Handwerker, Energieberater und Planer im Geschäftsgebiet der Volksbank Kirchheim-Nürtingen zu eine qualifizierten Pool von Experten für die energetische Sanierung von Wohnraum zusammenzuschließen.

Die Gesamtzahl der Online-Konten bei der Volksbank liegt zurzeit bei über 24 000. Fast 40 Prozent aller ­Girokonten werden online geführt. Vorstandsmitglied Dieter Helber macht hierzu klar: „Der Kunde bestimmt heute, wo und wie er mit seiner Bank in Kontakt tritt und Bankgeschäfte tätigt.“

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