21.04.2006 - 01:15 Uhr

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Aktion "Bantam-Mais"

Die Bissinger Lokale-Agenda-Gruppe "Wir ernähren uns lokal" startet am Samstag, 22. April, von 8.30 bis 11.30 Uhr ihre Aktion "Bantam-Mais". Die Aktion wendet sich gegen die Zulassung von Gen-Mais durch Minister Seehofer.

BISSINGEN Die Bissinger Agenda-Gruppe "Wir ernähren uns lokal" sieht in der Anwendung von gentechnisch verändertem Saatgut große Risiken. Aus diesem Grunde machte die gesamte Lokale Agenda 2004 das Thema Gentechnik zum Schwerpunktthema. Informationen wurden am Marktstand der Agenda-Gruppe "Wir ernähren uns lokal" gegeben und intensive Gespräche mit der Bevölkerung, darunter auch die Bissinger Landwirte, geführt.

Was unter der bisherigen Verbraucherschutzministerin Renate Künast kein Thema war, änderte sich nach der Bundestagswahl schlagartig. Der neue Landwirtschaftsminister Horst Seehofer erteilte erstmals die Genehmigung, gentechnisch veränderte Maissorten der Firma Monsanto für den freien gewerblichen Anbau zuzulassen. Als Reaktion darauf entstand die Aktion "Bantam-Mais". Bantam-Mais ist eine samenfeste Maissorte, deren Körner im Gegensatz zu den heute industriell verwendeten Hybrid-Sorten zur Wiederaussaat geeignet sind. Bantam-Mais kann jedoch durch die jetzt zugelassenen Gen-Mais-Sorten leicht befruchtet und somit zerstört werden. Dies will die Aktion Bantam-Mais verhindern. Wer an der Aktion mitmachen will, erhält am Samstag, 22. April, beim ersten Bissinger Agenda-Marktstand neben dem Alten Rathaus in der Vorderen Straße in diesem Jahr kostenlos eine Tüte Bantam-Maiskörner zum Selbstanbau. Damit ist laut Agenda-Gruppe ein jeder, der den Bantam-Mais anbaut, Saatguthersteller und hat das Auskunftsrecht über Anbaustandorte von Gentechnik-Mais in der Nachbarschaft.

pm

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