13.06.2010 - 19:03 Uhr

Share | | | |

Flugzeugabsturz am Reußenstein

vol

Bei einem Flugzeugabsturz am Reußenstein sind gestern Nachmittag gegen 14 Uhr der Pilot und seine Kopilotin ums Leben gekommen. Vermutlich handelt es sich um einen 81-jährigen Mann und seine 34 Jahre alte Schwiegertochter. Beide waren wohl auf dem Heimflug von Schwäbisch Hall nach Riedlingen.

Andreas Volz

Neidlingen. Die Ursache für den Absturz des Motorseglers österreichischen Fabrikats stand bis zum gestrigen Redaktionsschluss noch nicht fest. Polizeisprecher Fritz Mehl aus Esslingen nannte am Telefon drei ganz unterschiedliche Möglichkeiten: „technische Probleme, medizinische Ursachen oder die schlechte Sicht“. Experten der Bundesstelle für Luftfahrzeugunfälle waren gestern Abend vor Ort im unwegsamen Gelände unterhalb des Reußensteins. Gemeinsam mit der Polizei sicherten sie Spuren, die Aufschluss über den Absturz geben könnten.

Gegen 14 Uhr hatten Mitglieder der Bergwacht, die ganz in der Nähe eine Übung abhielten, zunächst Motorengeräusche und kurz darauf einen „furchtbaren Schlag“ gehört. Sie eilten in Richtung Unglücksstelle und haben dort den Motorsegler entdeckt, berichtete der Polizeisprecher nachträglich. Entgegen ersten Informationen habe das Flugzeug allerdings nicht gebrannt. Gleichwohl waren Feuerwehrkräfte aus Lenningen und Schopfloch vor Ort, um die Bergwacht und die Polizei im steilen Abhang zu sichern.

Nach der Freigabe der Unfallstelle gegen 20 Uhr hat die Bergwacht die beiden Toten geborgen. Anschließend haben sich die Feuerwehr und die THW-Ortsgruppen aus Kirchheim, Neuhausen und Ostfildern an die schwierige Arbeit gemacht, das Flugzeugwrack nach oben zu ziehen. Erschwert wurden die Bergungsarbeiten durch das nasskalte Wetter, das nicht nur für schlechte Sicht sorgte, sondern auch für einen glitschigen Untergrund im Steilhang unterhalb des Reußensteins.

Über die Identität der Toten konnte die Polizei gestern noch keine endgültigen Angaben machen. Es spricht allerdings viel dafür, dass es Schwiegervater und Schwiegertochter waren, die beide zur Fliegergruppe Riedlingen gehörten.

Die Ermittlungen der Bundesstelle mit Sitz in Braunschweig dauern an. Erste genauere Informationen zur Absturzursache sind im Lauf des heutigen Montags zu erwarten.

Artikel kommentieren
Share | | | |