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Firmenchronik Teil 2Der Teckbote im Wandel der Zeit | |
Vom Wochenblatt zur Tageszeitung Ein grundlegender Wandel sowohl im Inhalt als auch in der Gestaltung der Zeitung trat im Jahre 1868 ein, nachdem August Gottlieb sen., der Urgroßvater des heutigen Verlegers, in die Firma als Teilhaber eingetreten war. Am 1. April 1871 ging nach dem Tod von F. Enslin das Unternehmen ganz in den Besitz von A. Gottlieb über. Unter ihm vollzog sich der Wandel vom Intelligenzblatt zur Heimatzeitung, und durch den Übergang zum täglichen Erscheinen ab 1. Januar 1869 wurde die Aktualität des Blattes wesentlich verbessert. Das Ziel des neuen Verlegers war, den lokalen Teil so weit als möglich auszubauen. Er hatte schon damals erkannt, dass ein guter lokaler Teil für eine örtliche Zeitung der wichtigste Bestandteil ist. Darüber hinaus sollte die Berichterstattung aus Württemberg in umfassender Weise vorgenommen und auch das politische Geschehen nicht vernachlässigt werden. Informationen aus Landwirtschaft und Industrie, Nachrichten über Börse und Handel sollten in der Zeitung genauso ihren Platz finden wie Unterhaltendes. Um den lokalen Teil weiter ausbauen zu können, richtete er im Laufe der Jahre ein ausgedehntes Korrespondentennetz im Verbreitungsgebiet des Teckboten ein. Auch die politische Berichterstattung wurde aktualisiert. Besonders während des Krieges 1870/71 drängten die Leser auf eine gute umfassende Information, die wichtigsten Nachrichten über politische und kriegerische Vorgänge wurden von Korrespondenzbüros auf telegrafischem Weg an die Redaktion des Teckboten übermittelt. Der Übergang zum täglichen Erscheinen wirkte sich auf den Anzeigenteil befruchtend aus. In immer stärkerem Maße traten jetzt Familienanzeigen in Erscheinung, besonders auch Todesanzeigen. 1875 war die Auflage des Teckboten auf 2500 angestiegen. ![]() Frühere Herausgeber des Teckboten von links nach rechts: W. Wirtz sen. (1903 bis 1942) F. Enslin (1855 bis 1870) A. Gottlieb sen. (1868 bis 1903) A. Gottlieb jun. (1903 bis 1917) | |
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