Lokales

1 300 neue Gewerbeabfallkunden im Kreis

Lob erntete in jüngster Sitzung des Abfallbetriebs-Ausschusses des Kreistags der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Hervorgehoben wurde das "sehr positive Dienstleistungsklima". Anlass dazu bot der Bericht über die Kundenberatung im Jahr 2004.

RICHARD UMSTADT

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ESSLINGEN Die zum Jahreswechsel aufgetauchten Probleme mit der Mülleinsammlung sind behoben, wie Landrat Heinz Eininger versicherte. Nicht zuletzt auf Grund des winterlichen Wetters hatten die Fahrer der Müllautos Orientierungsprobleme, wobei sich die Leerung verzögerte. Die Rückstände seien aber aufgearbeitet worden. "Die Bürger hatten doch zum größten Teil vollstes Verständnis", wusste Rolf Hahn, Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebes ergänzend zu berichten.

Die Kreisräte interessierte im vorliegenden Jahresbericht der Kundenberatung vor allem die Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung. Wie der Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebes sagte, werden neu gegründete Betriebe regelmäßig angeschrieben mit dem Ziel des Anschlusses an die Müllabfuhr. So schickte die Kundenberatung im vergangenen Jahr insgesamt 1 120 Briefe an Firmen. Inzwischen seien 1 300 Neukunden aquiriert worden, was einer Gebührenmehreinnahme von 400 000 Euro gleichkomme.

Das "sehr große Spektrum der Beratung" lobte Kreisrat Sieghart Fritz, CDU, und der Vorsitzende der Freien Wähler, Alfred Bachofer, berichtete über Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Dabei sei das "sehr positive Dienstleistungsklima" des Abfallwirtschaftsbetriebes gelobt worden.

Zu den Aufgabenschwerpunkten der Kundenberatung zählt nach wie vor die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören neben dem jährlichen Müll-Kalender für jeden Haushalt Werbeanzeigen für Grünschnittkompost, die Internetpräsentation des Abfallwirtschaftsbetriebs unter www.awb-es.de, die laufend aktualisiert wird und verschiedene Aktionen wie die Aufkleber "Nur Bio in die Tonne" oder Unterrichtsbesuche in Schulen, Deponieführungen mit Schulklassen sowie die Teilnahme am Sommerferienprogramm der Kommunen. Auch die Internet-Tauschbörse des AWB werde gut frequentiert.

Viel gefragt war im vergangenen Jahr das Infotelefon der Kundenberatung. Insgesamt rund 15 000 Gespräche am Servicetelefon führten die Kundenberater, wobei die Zahl der Anrufe im Dezember mit der Umstellung der Einsammlung auffallend hoch war.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb bietet im Übrigen Ausbildungsplätze für Fachkräfte der Kreislauf- und Abfallwirtschaft an. Im September werden wieder zwei Lehrstellen frei.