Lokales

1:1 SGEH verbessert

WOLFSCHLUGEN Die SGEH lässt sich auch nach den "verrückten" Auftaktergebnissen nicht aus der Ruhe bringen, die Spieler kennen ihre Stärken, die Spielbesprechungen verlaufen ruhig und sachlich. Auch das Spiel auf der Hegau war sachlich und bestimmt: nach rund 15 Minuten hatte die SGEH die Gegner durch kontrolliertes Forchecking im Griff.

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Resultierend aus geschicktem Tackling im Mittelfeld provozierte Friedls Truppe sehr viele Abspielfehler beim Gegner. Just in dem Moment, als die SG auch in der Offensive für Wirbel sorgen wollte, wurde Unruheherd Birant Sentürk so unsanft von den Beinen geholt, dass er schon nach 15 Spielminuten verletzt ausgewechselt werden musste. SG-Coach Friedl wechselte Peter Strobel ein, stellte schnell und geschickt um, sodass die Kontrolle über das Spiel nie abriss. Großes Manko bis dahin: Ein Tortreffer fehlte. Einzig Darko Kadoic setzte in der 20. Minute einen Freistoß direkt ans Lattenkreuz. Der Spielfluss nach vorne war zwar da, doch zwingende Torschüsse zu wenig. Die Gastgeber hatten spielerisch nur einen Norbert Knapp entgegenzusetzen, alles andere seitens der "Hexenbanner" war Kampfkraft und resolutes Abwehrverhalten. Knapp war es auch, der die Nerven der SG-Fans schier wieder zur Verzweiflung brachte. Ein Freistoß in der 55. Minute knapp vor der Mittellinie flog weit raus auf André Lorenz, der auch noch frei zum Kopfball kam. Die Silberkugel segelte im weiten Bogen über Freund und Feind ins lange Eck an den Innenpfosten, von da in die Maschen zur glücklichen Wolfschlugener 1:0-Führung.



Die Gastgeber machten nun die Räume eng, kämpften verbissen, die SG konnte zwar kämpferisch dagegenhalten, jedoch spielerische Elemente blieben von jetzt an weitgehendst auf der Strecke. Es entwickelte sich ein Kampfspiel, Torszenen mussten förmlich erzwungen werden. In der 68. Minute konnte ein Volley-Kracher von Darko Kadoic Wolfschlugens Keeper Fischer gerade noch zur Ecke fausten, der Ausgleich wäre mehr als gerecht gewesen. Ein kluges Zuspiel in die Tiefe von Peter Strobel zu Danell Stumpe in der 81. Minute war dann doch der Ausschlag zum Ausgleich: Stumpes Ballannahme konnte nur durch ein Foul von Dominik Franchi unterbunden werden. Darko Kadoic verwandelte per Strafstoß zum mehr als verdienten 1:1-Ausgleich.

TSV Wolfschlugen: Bernd Fischer - Franchi, Lorenz (74. Haussmann), Kußmann (58. Schöler), Steffen Fischer- Absenger, Heil, Böing, Knapp - Gräser (68. Wanner), Kehl

SGEH: Sven Laderer - Florian Laderer, Göpfrich, Karacagün - Friedl, Pflüger, Kammerer, Müller (70. Steffen Laderer), Kadoic - Sentürk (20. Strobel), Stumpe

Zuschauer: 90

Tore: 1:0 André Lorenz (55.), 1:1 Kadoic (81., Elfmeter)

Gelbe Karten: Absenger, Böing, Kehl Florian Laderer, Steffen Laderer, Müller, Pflüger. Schiedsrichter: Hans Großmann, Oberreichenbach, leitete souverän.