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15000 Euro für eine Goldmedaille

FRANKFURT Olympiasieger ist ein Titel, der den Athleten zwar stolz, aber in Deutschland nicht unbedingt reich macht. Verglichen mit anderen Nationen sind die Prämien der Deutschen Sporthilfe (DSH) für Edelmetall in Athen eher niedrig. Doch für die meisten Sportler spielt dies eine untergeordnete Rolle.


"Gold ist für mich wichtiger als Geld", sagt Kanu-Olympiasieger Thomas Schmidt. Er schielt als einer der Favoriten im Kanuslalom lieber auf einen Platz auf dem Treppchen. Sollte er dort ganz oben landen, wäre dies immerhin 15 000 Euro wert, die er von der Deutschen Sporthilfe (DSH) erhalten würde. Eine Silbermedaille wird mit 10 000 Euro entlohnt, Bronze bringt 7 500 Euro in die Kasse. Wie schon in Sydney und bei der Fußball-EM in Portugal zählt Deutschland damit zu den geizigsten Ländern.


"Andere Nationen zahlen vielleicht höhere Prämien, generell gilt aber, dass die anderen weniger freizügig bei der Dotierung der Platzierungen sind", rückt DSH-Chef Hans-Ludwig Grüschow die Prämienstaffelung, die Zahlungen bis einschließlich Platz acht vorsieht, ins rechte Licht. Athleten wie Rainer Schüttler, Jan Ullrich oder Franziska van Almsick, die bereits an hoch dotierten Werbeverträgen verdienen, werden allerdings gar keine Prämien ausgezahlt.

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