Lokales

24 254 Euro für Kriegsgräberstätten

Im Esslinger Kreisgebiet ist es Tradition, dass ehrenamtliche Helfer der deutschen Kriegsgräberfürsorge aus Vereinen und Schulen mit Sammelbüchsen unterwegs sind. Sie bitten die Bürger um Spenden zum Bau von Soldatenfriedhöfen im Osten und für die Pflege der bestehenden zwei Millionen Gräber.

ESSLINGEN Für jedes Grab werden im Jahr zehn Euro an Unterhaltungskosten aufgewendet. Die Eigenmittel des im Jahr 1919 gegründeten gemeinnützigen Verbandes reichen nicht aus, um die notwendigen Arbeiten finanzieren zu können, der Staat ersetzt nur weniger als 10 Prozent der Kosten. Seit 17 Jahren arbeitet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in den Ländern Osteuropas mit Schwerpunkt Russland. Seit der politischen Wende im Osten hat der Volksbund mehr als 500 000 Gefallene umgebettet.

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Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Mehr als eine Million Soldaten sind noch vermisst. Der Volksbund rechnet damit, bis 2015 noch etwa 400 000 Gefallene zu bergen und diese auf Sammelfriedhöfe bestatten zu können.

Mehr als 200 000 junge Menschen aus vielen Ländern arbeiteten seit 1953 als "Brückenbauer für Versöhnung und Frieden" in Jugendcamps sowie bei Arbeitseinsätzen auf Soldatenfriedhöfen. In 2007 wurden über 60 solcher Einsätze in vielen Ländern Europas durchgeführt.

In der Kernstadt Kirchheim wird seit Jahren nicht gesammelt. Im Stadtteil Nabern waren Schüler aus der Grund- und Hauptschule Dettingen unterwegs und brachten 337 Euro. In Jesingen sammelte traditionell die dortige Grund- und Hauptschule und lieferte 224 Euro ab.

Aus dem Verbreitungsgebiet des Teckboten werden folgende Ergebnisse gemeldet: Bissingen 971 Euro, Dettingen 819 Euro, Hochdorf 804 Euro, Holzmaden 81 Euro, Lenningen 770 Euro, Neidlingen 474 Euro, Notzingen 1 500 Euro und damit dritter Platz im Kreisgebiet, Ohmden 180 Euro, Owen 665 Euro und Wernau 1 339 Euro.

Das Esslinger Kreisergebnis liegt alles in allem bei 24 254 Euro und erreicht damit das letztjährige Spendenergebnis.

pm