Lokales

26-Jähriger gesteht die Tat

Der am vergangenen Wochenende wegen dringendem Tatverdacht des Mordes an einem 44-jährigen Taxifahrer in Nürtingen festgenommene Verdächtige, hat am Montagabend ein umfangreiches Geständnis abgelegt.

NÜRTINGEN Bei der Vernehmung gab der 26-jährige gegenüber den Beamten der Sonderkommission an, aus Geldnot gehandelt und die Tat allein verübt zu haben.

Anzeige

Wie berichtet, war der 26-Jährige drogenabhängige und polizeibekannte Mann aus Nürtingen am vergangenen Freitag an seiner Arbeitsstelle in Frickenhausen festgenommen worden. Gegen ihn war am Samstag aufgrund der erdrückenden Beweislast Haftbefehl erlassen worden, allerdings leugnete er zunächst die Tat.

Dank eines Hinweises konnten Ermittler der Soko am Montag noch einen weiteren Zeugen ausfindig machen. Der Mann wohnt in einem der Hochhäuser Am Kirchert und hatte die Bluttat im Taxi und die Flucht des überfallenen Taxifahrers beobachtet.

Zudem fanden die Ermittler neben mehreren, bisher bereits bekannten Indizien und Beweismitteln am Montagnachmittag im Schrank des Tatverdächtigen an seiner Arbeitsstelle ein Sweatshirt mit Blutspuren. In der folgenden Vernehmung legte der 26-Jährige ein umfangreiches Geständnis ab. Er gab an, das Taxi selbst bestellt und damit vom Stadtteil Roßdorf in die Nürtinger Innenstadt gefahren zu sein. Auf der Rückfahrt ins Roßdorf fasste er dann nach seinen Angaben den Entschluss, den Taxifahrer zu überfallen und auszurauben. Als der 44-jährige Taxifahrer an der Zufahrt zu den Hochhäusern Am Kirchert anhielt, kam es dann zu der Messerattacke, die sich schließlich auf dem Fußweg zu den dortigen Häusern fortsetzte.

Das bei der Tat verwendete Messer hatte der 26-Jährige aus der elterlichen Wohnung mitgenommen und wurde nun beschlagnahmt. Die Geldbörse hatte er nach eigenen Angaben in einem Wald bei Frickenhausen weggeworfen. Wieviel Geld sich zur Tatzeit darin befand und der Mann an sich genommen hat, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Die Geldbörse wurde am Dienstagmorgen von Mitarbeitern der Soko tatsächlich an der bezeichneten Stelle aufgefunden.

Das Motiv des 26-jährigen Mechanikers war nach Überzeugung der Ermittler Geldnot zur Finanzierung seiner Drogensucht. Der Mann gab in seiner Vernehmung bei der Polizei auch zu, am Wochenende zuvor und am Tattag Kokain konsumiert zu haben.

lp