Lokales

50 Jahre Wiederaufbauder Sankt-Georgskirche

DETTINGEN Am 20. April 1945 traf die Menschen in Dettingen die ganze Härte des Zweiten Weltkriegs. Ein Luftangriff und Artilleriebeschuss von sich zurückziehenden deutschen Soldaten töteten elf Dettinger und zwölf Soldaten, zerstörten 69 Wohngebäude, 39 Ställe und Scheunen, und die Sankt Georgskirche. Es blieben nur der Stumpf des Turmes und die Umfassungswände von Schiff und Chor übrig. Wurde das zerstörte Bauwerk zunächst mit einem provisorischen Dach versehen, nahm der Wiederaufbau der Kirche noch weitere Jahre in Anspruch, bis die Dettinger ihr Gotteshaus vor 50 Jahren am 7. November 1954 zusammen mit Landesbischof Haug wieder einweihen konnten. Etliche alte Dettinger erinnern sich noch als Zeitzeugen an diese tragische und entbehrungsreiche Zeit der Zerstörung und des Aufbaus. Und auf den Tag genau vor 50 Jahren feiern sie diesen Wiederaufbau am kommenden Sonntag mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr.

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Eröffnet wird das Festprogramm am morgigen Mittwoch, 20 Uhr. Landesbischof Dr. Gerhard Maier spricht zum Thema: "Prediget das Evangelium Die Bildtafeln der Dettinger Kanzel". Anschließend ist die ganze Gemeinde zu einem Stehempfang ins Gemeindehaus im Pfarrgarten eingeladen. Damit verbunden wird eine Ausstellung über die Zeit des Wiederaufbaus der Kirche eröffnet. Am Samstag geben um 20 Uhr der Kirchen- und Posaunenchor ein festliches Konzert. Es folgen zwei weitere Kirchenvorträge am 10. November mit Pfarrer Dr. Krimmer "Das siegreiche Lamm der Schlussstein im Kirchengewölbe" und am 17. November mit Pfarrer Veeser "Das Kreuz Mitte unseres Glaubens".

pm