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600 Unterschrifteneinfach ignorieren? Zum ...

600 Unterschrifteneinfach ignorieren?

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Zum Artikel "Derzeit weht noch keine "dicke" Luft über die Teckstadt", im Teckboten vom 29. Juni: Mit großer Verwunderung haben wir zur Kenntnis genommen, dass ausgerechnet beim Amtsgericht eine Feinstaubmessung vorgenommen wurde. Uns war bisher nicht bekannt, dass dort auch 1000 Lkw fahren wie von der Stadt Wendlingen auf der Landesstraße 1200 durch Wendlingen gezählt wurden.

In Ötlingen wird an der Kreuzung keine Messung vorgenommen. Ist wegen der neuen Lampen kein Geld mehr vorhanden? Vielleicht käme bei einer Messung doch heraus, dass in Ötlingen Werte oberhalb der zulässigen Grenzwerte anzutreffen sind. Wenn man keine Messung macht und keine Werte hat, braucht man auch nichts unternehmen, das heißt, die Lkw fahren munter weiter durch Ötlingen bei Tag und Nacht und in letzter Zeit sogar sonntags.

Warum wird immer nur von der stark belasteten Straße zwischen Lindorfer und Hegelstraße gesprochen, wenn es um die Stuttgarter Straße geht? Fallen die Lkw in Ortsmitte Ötlingen vom Himmel?

Hat sich schon einmal jemand Gedanken darüber gemacht, wie viel Abgase beim Anfahren der Lkw Kinder einatmen, die in Ötlingen an der Kreuzung stehen, wenn sie zur Schule gehen oder Kleinkinder, die im Kinderwagen sitzen? Wo bleiben die Proteste der Eltern? Anscheinend haben die Anwohner doch Recht, die ständig anrufen und sagen, dies wäre alles sinnlos, da für Ötlingen seitens der Verwaltung nichts getan werde.

Wir hoffen, dass die notwendige Messung noch nachgeholt wird und wollen nicht glauben, dass die Verwaltung die fast 600 Unterschriften der Ötlinger Bürger einfach ignoriert und ihre Gesundheit misssachtet. Der Abschnitt der Stuttgarter Straße von Neubaugebiet Wendlingen bis Ende Steingrubenweg kann in die Lärmkarte eingetragen werden, da wir Anwohner nicht mehr schlafen können, weil man jetzt alle Lkw hört, wenn sie über diese geflickte Holperstrecke fahren. Inzwischen sind bereits wieder Markierungen angemalt. Wir wollen doch sehr stark hoffen, dass hier nicht schon wieder aufgerissen wird.

Ursula Ullmann

Kirchheim, Steingrubenweg

Gelöst und ohneDruck einkaufen

ZumArtikel "Wirte öffnen stille Örtchen für Passanten", im Teckboten vom 2. Juli:

Diese Aktion in Weilheim ist wirklich nachahmenswert. Ich hoffe, dass die Stadt Kirchheim nicht nur an dem Thema dran ist, sondern es auch bald löst; wie es gemacht wird, darüber kann man sich ja nicht nur in Weilheim sondern auch in Nürtingen schlau machen.

Bei dieser Gelegenheit sollten auch die Standorte der öffentlichen Klohäuschen so gekennzeichnet und bekannt gemacht werden, dass die Besucher Kirchheims sie auch finden. Die Information über die Parkplätze ist ja beispielhaft, aber um gelöst und ohne Druck einkaufen zu können, ist diese weiterführende Information sicher von großem Nutzen.

Hermann Kölle

Kirchheim, Klosterstraße

Statt Auflagen ehereine Antennensteuer?

Zum Artikel "Mobilfunk Neidlinger Gemeinderat überdenkt seine Haltung", im Teckboten vom 6. Juli:

In seinem Vortrag über die Strahlenbelastung im Allgemeinen und im Besonderen auch für Neidlingen hat Diplomingenieur Hohnisch uns, dem Neidlinger Gemeinderat und den anwesenden Zuhörern zwar viel über diese Materie erklärt, doch wer sich wie ich ein Laie auf diesem Gebiet schon zuvor aus Gründen der Aktualität, mit dem Thema etwas befasst hatte, bekam nichts wesentlich Neues zu hören. Deshalb kann auch keine Rede davon sein, dass ich meine negative Einstellung zu Installationen von Mobilfunkantennen in bewohnten Gebieten geändert habe, wie der Bericht vermuten lässt.

Meine Meinung ist nach wie vor diese, dass solche Anlagen in bewohnten Gebieten nichts zu suchen haben. Deshalb sollte eine Gemeinde hier nicht den Wegbereiter spielen, sondern viel mehr ihre Einwohner warnen vor dem unüberlegten Schritt, sich eine Mobilfunkantenne auf das Dach montieren zu lassen.

Es könnte ohne weiteres ein Schritt in das gesundheitliche und finanzielle Fiasko werden. Finanzielle Wertminderungen von Immobilien in der Nähe von Antennen zwischen 20 und 70 Prozent sind leicht zu belegen. Etwas schwieriger ist es im gesundheitlichen Bereich, doch auch hier lassen sich Erkenntnisse über negative Auswirkungen nicht mehr all zu lange unterdrücken.

Fazit: Unser Staat, der eigentlich alles regelt und überwacht jeder kleinste Holzschuppen am Haus bedarf einer Genehmigung lässt hier zu, dass prinzipiell jeder sich eine Mobilfunkantenne auf das Dach montieren lassen kann. Ob und welche Schäden dadurch für die Nachbarn entstehen fragt niemand. Verständlich, denn nachdem 50 Milliarden Euros für UMTS-Lizenzen kassiert wurden, können nicht auch noch diverse Auflagen für die Antennen dafür gemacht werden. Eher noch eine Antennensteuer?

Karl Drexler

Neidlingen, Mühlstraße

Gähnende Leere imReichstagsgebäude

Zum Artikel "Lautes Wehklagen über das Ende von 1065 Holzkreuzen Aufmarsch am Checkpoint Charlie", im Teckboten vom 6. Juli:

Ich hatte das Glück, an der von dem Artikel angesprochenen Bundestagssitzung am vergangenen Freitag teilzunehmen. Thema unter anderem: Denkmal für die Maueropfer.

An dieser Sitzung und damit auch an dieser Abstimmung nahmen ganz genau 18 Abgeordnete teil und zwar insgesamt von allen Parteien. Ebenso an den Gesetzen, die an diesem Spätabend abgestimmt wurden. In den Nachrichten, beziehungsweise in der Presse heißt es "quer durch alle Fraktionen" und "einstimmig". Vielleicht sollte man zukünftig ein Bild des gähnend leeren Reichstages abbilden, damit die Bürger wissen, wie die Politiker mit unserer Zukunft und unseren Geldern umgehen.

Alexandra Hildebrandt hat mit ihren Holzkreuzen nicht ganz uneigennützig gehandelt. Die Kreuze sind natürlich ein größerer Anziehungspunkt als ihr Museum in das die Touristen wohl, durch diese Kreuze, in wesentlich höherer Anzahl strömten.

Stefan Krämer

Dettingen, Lerchenweg

Strahlen gut verteilt

Zum Artikel "Ohne Antenne geht es nicht", im Teckboten vom 28. Juni:

Mit Interesse nahm ich an diesem Informationsabend in der Gemeindehalle in Ohmden teil. Jetzt bin ich ein wenig klüger und weiß, welche Mobilfunkantenne weniger oder mehr Strahlen abgibt und somit schädlich für die Umwelt ist.

Sicher war von den bereits vorhandenen Antennen kein Vertreter da, sonst hätte es gegen O2 lauten Protest gegeben. Interessant wäre auch zu diesem Thema die Stellungnahme eines Mediziners und des Wasserwirtschaftsamtes gewesen.

Unsere jetzige Bundesregierung hat mit der Freigabe dieser Mobilfunkantennen Milliarden verdient, und somit dem Wildwuchs der Mobilantennen freien Lauf gelassen. Hausbesitzer die bereit sind, diese Antennen auf ihrem Haus zu installieren, bekommen im Monat zirka 350 Euro Miete. Ich glaube kaum, dass man dies den Nachbarn auf die Nase bindet, zumal ja wie sonst üblich eine Baugenehmigung einzuholen ist.

Als Anwohner des Wasserturms wehre ich mich in keiner Weise gegen den Fortschritt, wenn er sinnvoll und gut überlegt eingesetzt wird, zum Wohle der Bürger und so ist es im Grundgesetz festgelegt. Aber wenn alle 2,5 bis 5 Kilometer Antennen aufgestellt werden müssen, um alle Handy-Besitzer zu bedienen, so sind die Strahlen, wie Herr Hornisch trefflich sagt, auf alle Bewohner in Ohmden verteilt.

Die kompetente Ausführung von Herrn Hornisch, der selber kein Handy besitzt, war aufschlussreich, jedoch empfahl er in einem Atemzug mehrere Firmen, die Isolierputz-Matten und so weiter anbieten. Nützt dieses den Kindern, die um den Wasserturm spielen und so den Strahlen ausgesetzt sind?

Martha Mayer

Ohmden, Wasserturmstraße

Die reine Abzocke

Zum Artikel "Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt", im Teckboten vom 30. Juni:

Die gesetzlich Krankenversicherten werden im ersten Schritt um 0,9 Prozentpunkte entlastet, im zweiten Schritt aber um eben diese 0,9 Prozentpunkte erneut belastet. Ein Nullsummenspiel also? Die gesetzlich Versicherten zahlen nun 0,45 Prozentpunkte zur Entlastung der Arbeitgeber, deren Beitragsanteil sich um eben diesen Prozentsatz vermindert. Die Versicherten finanzieren zukünftig für Krankengeldleistungen mit 0,45 Prozentpunkten den bisher hälftig (paritätisch) von Arbeitgebern und Versicherten aufgebrachten Beitrag allein. Diese Operation erspart den Arbeitgebern Ausgaben von 4,5 Milliarden Euro jährlich. Dieser Betrag, so Ulla Schmidt, soll kein Geschenk an die Arbeitgeber sein, son-dern davon sollen sie "neue Beschäf-tigte einstellen". Es ist nicht neu, aber auch nicht mehr glaubhaft, jede Kürzung und Verschlechterung bei Arbeitnehmern und Rentnern mit der Schaffung von Arbeitsplätzen zu begründen. Aber langsam merken alle Menschen, dass diese Reden nur der Verschleierung der Tatsachen und Absichten dienen. Im Jahr 2004 hatten sich die Einkünfte aus Unternehmertätigkeit und Vermögen um rund 47 Milliarden Euro erhöht, so die Bundesbank. Zu nennenswerten Investitionen in Arbeitsplätze ist es nicht gekommen. Die oben genannten 4,5 Milliarden sind im Verhältnis zu 47 Milliarden geradezu "peanuts", die voraussichtlich zu allem Möglichen, nicht aber zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen werden.

Der Hammer aber ist, dass Rentnern, die keinen Anspruch auf Barleistungen, wie Krankengeld, haben, ebenfalls einen Beitrag von 0,45 Prozentpunkte zu entrichten haben. Bei Arbeitnehmern steht dem Beitrag eine Versicherungsleistung gegen-über, bei Rentnern ist dieses Äquivalenzprinzip verletzt. Der neue Rentnerbeitrag ist ein Beitrag ohne Gegenleistung die reine Abzocke. Und das von einer Ministerin in einer sozialdemokratischen Regierung, die im Übrigen mit dieser Gesetzgebung nach Einführung der Riesterrente auch in der gesetzlichen Krankenversicherung offiziell das Ende der Parität durchsetzt was das eigentliche Ziel gewesen ist.

Albert Trettin

Jesingen, Lettenäckerstraße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.