Lokales

60-Jährige überfallen

Im Fall des Überfalls auf eine 60-jährige gehbehinderte Kundin eines Köngener Einkaufszentrums (wir berichteten), hat jetzt die Staatsanwaltschaft vor dem Stuttgarter Landgericht gegen die beiden Beschuldigten Haftstrafen wegen schweren Raubes zwischen zwei und insgesamt sechseinhalb Jahren beantragt.

KÖNGEN / STUTTGART Der Überfall auf die Frau geschah am 5. August 2003. Die Angeklagten, selbst drogensüchtig, wie sie vor der Strafkammer bekundeten, suchten damals gezielt ein Opfer, um zu Geld für die Beschaffung von Rauschgift zu kommen. Als die Frau ihr Fahrzeug belud, wurde ihr Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und die Handtasche geraubt. Die Beute von 200 Euro wurde in Drogen umgesetzt.

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Für den 25-jährigen Angeklagten, der bei der Tat nicht aktiv mitwirkte, beantragte die Staatsanwältin gestern eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, deren Aussetzung zur Bewährung noch möglich sei. Der Haupttäter, ein 29-jähriger mehrfach vorbestrafter angelernter Industrie-Mechaniker soll nach dem Willen der Anklage wegen schweren Raubes und verschiedener Rauschgiftdelikte für insgesamt sechseinhalb Jahre hinter Gitter. Mit in dieses Urteil fließt noch eine früher verhängte Strafe des Amtsgerichts Kirchheim in Höhe von drei Jahren. Zwei weitere Jahre stehen ebenfalls noch zur Vollstreckung gegen ihn aus.

Im April dieses Jahres wurden die beiden festgenommen, nachdem sie wegen anderer Straftaten verfolgt und der eine auch verurteilt wurde. Der jüngere Angeklagte befindet sich jedoch gegen Auflagen noch auf freiem Fuß, wird wohl auch nicht hinter Gitter müssen, falls das Gericht ihm die beantragte Bewährungsstrafe zubilligt. Die 20. Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts verkündet die Urteile am morgigen Freitag.

wic