Lokales

66-jährige Frau schwer verletzt geborgen

Zu einer verheerenden Explosion in einem Wohnhaus kam es am Montagmittag in Kirchheim. Das Gebäude in der Siemensstraße 8 wurde durch die Explosion total zerstört. Eine 66-jährige Hausbewohnerin erlitt dabei schwere Verletzungen. Sie musste aus den Trümmern des zusammengestürzten Hauses durch Einsatzkräfte der Feuerwehr geborgen werden.

RUDOLF STÄBLER

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Durch mehrere Notrufe wurden kurz vor 12 Uhr am gestrigen Montag die Rettungskräfte alarmiert. Kurz davor war es in der Siemensstraße 8 zu einer Explosion in einem älteren Zweifamilienhaus gekommen, das daraufhin komplett zusammenstürzte. Die Explosion, die in der gesamten Teckstadt zu hören war, erinnerte zunächst an einen Düsenjäger, der die Schallmauer durchbrochen hat. Schnell waren dann allerdings die Signale der verschiedenen Rettungsfahrzeuge zu hören.

Die Polizei sperrte sofort das Gebiet um die Unglücksstelle weiträumig ab, nachdem sich innerhalb kurzer Zeit zahlreiche schaulustige Bürger am Unglücksort eingefunden hatten.

Durch Nachbarn und Angehörige wurde auch bekannt, dass sich noch eine Bewohnerin in dem Haus befindet. Die 66-Jährige konnte schließlich von den Rettungskräften der Kirchheimer Feuerwehr in dem eingestürzten Gebäude geortet und anschließend lebend aus den Trümmern geborgen werden. Sie hatte allerdings schwere Verletzungen erlitten und musste mit einem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Trotz ihrer schweren Verletzungen konnte sich die Frau mit den eingesetzten Rettungskräften verständigen und so war ihre Lage in dem zerstörten Gebäude für die Retter deutlicher geworden. Nicht mehr eingreifen musste dadurch die Retttungshundestaffel.

Die beiden Nachbarhäuser in der Siemensstraße wurden durch die Explosion stark beschädigt. Wenig Freude werden vor allem die Nachbarn im Gebäude Siemensstraße 6 haben. Bei ihnen wurden Steine sogar durch geborstene Fenster in die Wohnung katapuliert. Schwerste Schäden am Dach und am Mauerwerk gab es auch bei den Nachbarn in Gebäude Nummer 10. Durch die Wucht der Explosion wurden Mauerstücke selbst auf den gegenüberliegenden Gehweg und den dortigen Vorgarten geschleudert. Außerdem gingen durch die starke Explosion und die entstandene Druckwelle an mehreren Häusern im weiteren Umfeld des zusammengestürzten Hauses Fensterscheiben zu Bruch. 40 Personen aus den umliegenden Gebäuden mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Höhe des entstandenen Schadens dürfte nach ersten Schätzungen der Fachleute insgesamt bei rund 500 000 Euro liegen.

Die Ursache für die Gasexplosion ist nach Ausage der Polizei noch nicht bekannt. Die Kriminalaußenstelle Kirchheim hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im Einsatz waren neben starken Polizeikräften auch die Kirchheimer Feuerwehr, das DRK, die Berufsfeuerwehr Stuttgart, von der Stadt Kirchheim unter anderem Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, das THW, die ENBW und der Notfallnachsorgedienst.

Am gestrigen Nachmittag wurde von der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Klärung des Unfalls ein Gutachter des TÜV angefordert. Allerdings war ein Abräumen der Unfallstelle noch nicht möglich. So war am gestrigen Abend in den Kellern der Nachbarhäuser und in den Schächten der Kanalisation noch deutlicher Gasgeruch bemerkbar.