Lokales

72 Stunden für die Menschheit

Die 72-Stunden-Aktion ohne Kompromiss hat begonnen. 25 000 Jugendliche engagieren sich in den Bistümern Freiburg, Mainz, Speyer, Trier und Rottenburg-Stuttgart für eine Soziale Aktion. Auch die Kirchheimer Gruppe "Mix it up" ist mit 62 Jugendlichen dabei.

KIRCHHEIM Am Donnerstag haben die Aktiven ihre Aufgabe erfahren, der sie schon entgegengefiebert haben. Sie haben nun 72 Stunden Zeit, folgendes Projekt umzusetzen: Die Jugendlichen renovieren den Spielplatz im Lindorfer Weg , damit dort wieder ein Treffpunkt für Jung und Alt entsteht. Seit dem Startschuss haben sie die Arbeit in Gruppen aufgeteilt und schon einiges geschafft. Die Stadt- und Materialgruppe zieht durch die Stadt, um Lebensmittel, Geld, Material und weitere Hilfskräfte zu organisieren.

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Im Bonauhaus ist das Quartier der Presse. Alles was mit Organisation, Werbung, Hilfeaufrufen zu tun hat, wird dort gemanagt. Jede Stunde wird die Homepage www.72stunden.de aktualisiert. Auch die fleißigen Handwerker haben trotz den schlechten Wetterverhältnissen schon die baufällige Ausstattung des Spielplatzes abgerissen.

Die Jugendlichen haben auch schon Kontakt mit anderen Gruppen aufgenommen. Zum Beispiel konnte die Gruppe "Let's move" aus Heilbronn die Rutsche für ihr Projekt gebrauchen, die hier abgerissen wurde. Die Baufirma Wagner unterstützt die Handwerker mit einem Bagger und stellt noch dazu einen Fahrer zur Verfügung. Anwohner des Wohngebietes verpflegen und helfen den aktiven Jugendlichen. Es gibt auch eine Gruppe, die für das leibliche Wohl aller Gruppen sorgt.

In der verbleibenden Zeit wird nun gepflastert, gesät, gepflanzt und verschönert. Abschluss der Aktion ist am morgigen Sonntag um 15 Uhr. Dort wird der fertige Platz an die Anwohner übergeben. Mit dabei ist Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, die auch die Schirmherrschaft für die Aktion in Kirchheim übernommen hat. Symbolisch wird dabei ein Baum gepflanzt und ein kleines Fest mit allen Beteiligten gefeiert.

Um dieses Projekt in den vorgegebenen 72 Stunden zu meistern, sind die jungen Leute auf weitere Hilfe angewiesen. Am ersten Tag war die Unterstützung riesig, jedoch brauchen sie weiterhin Hilfe für die nächsten zwei Tage. Helfen kann man, indem man spendet: Material, Geld, Essen, persönlichen Körpereinsatz oder Ideen. Interessenten können sich mit dem Team in Verbindung setzen unter der Telefonnummer 0 70 21/8 41 17.

Das Projekt der 72-Stunden-Aktion der Ministranten von Sankt Magnus in Wernau hat die Aufgabe, für die Partnerschaft "Namaste" in Indien Geld zu sammeln. Hauptaktion ist die Theateraufführung eines indischen Märchens. Interessierte Zuschauer können dieses am Sonntag, 10. Oktober, um 12 Uhr auf dem Kirchplatz Sankt Magnus in Wernau sehen.

mg/dh/kh/dw/tb