Lokales

Abrissbirne schlägt demnächst zu

Im Frühjahr wird der Landkreis mit den Arbeiten zum rund 23 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau neben dem Esslinger Landratsamt beginnen. Während der zweijährigen Bauzeit muss mit eingeschränkten Parkmöglichkeiten gerechnet werden.

KREIS ESSLINGEN Nachdem im November und Dezember bereits Leitungsarbeiten vor dem alten Technischen Rathaus der Stadt Esslingen vorgenommen wurden, wird demnächst mit den Abbrucharbeiten des früheren Technischen Rathauses begonnen. Mit der Baugenehmigung für den Erweiterungsbau des Landratsamts wird Ende März gerechnet. Danach wird die Firma Gustav Epple unverzüglich den von der Architektenwerkgemeinschaft Weinbrenner. Single. aus Nürtingen geplanten Erweiterungsbau errichten. Während der auf zwei Jahre angesetzten Bauzeit ist im Bereich des Landratsamts in Esslingen zeitweilig mit eingeschränkten Parkmöglichkeiten zu rechnen. Das europaweit ausgeschriebene Bauvorhaben hat ein Investitionsvolumen von 23 Millionen Euro. Es wird über Public Private Partnership (PPP) realisiert. Neben dem errechneten Wirtschaftlichkeitsvorteil gegenüber Mietlösungen und einer Eigenrealisierung waren vor allem die kurze Realisierungszeit und die Vereinbarung einer festen Zahlung über die 30-jährige Betriebszeit die wichtigsten Entscheidungsfaktoren für das PPP-Modell.

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Als Einzugstermin ist der 15. Dezember 2008 vertraglich fixiert. In der anschließenden 30-jährigen Betriebsphase haben sich die Stadtwerke Esslingen verpflichtet, neben der Unterhaltung, Instandsetzung, Wartung und dem Betrieb des Erweiterungsbaus (Heizung, Ver- und Entsorgung) zusätzliche Leistungen wie Gebäudereinigung und die Pflege der Außenanlagen zu erbringen.

Vertragspartner des Landkreises ist die von der Bietergemeinschaft Gustav Epple, Stadtwerke Esslingen und Public Consult Berlin gegründete Public Consult Landratsamt Esslingen GmbH. Bereits im Jahre 1996 wurde der Landkreis im Rahmen eines Tauschgeschäfts mit der Stadt Esslingen Eigentümer des Grundstücks und des Technischen Rathauses am Rande des Merkelparks. Eine Überprüfung der Bausubstanz ergab, dass die ursprünglich angedachte Sanierung des Gebäudes unwirtschaftlich ist. Hinzu kam durch die Integration zahlreicher staatlicher Behörden im Rahmen der Verwaltungsreform erhöhter Raumbedarf.

Der Kreistag hat beschlossen, das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, die Ausländerbehörde, das Sozialdezernat sowie den Abfallwirtschaftsbetrieb im Erweiterungsbau zu bündeln, um eine noch effizientere Verwaltungsarbeit zu ermöglichen.

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