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Absolute Mehrheit

"Stallgeruch" ist bei Prognosen zu anstehenden Personalentscheidungen immer ein sehr schwierig einzuordnender Faktor. Wenn der "Geruch" aber stimmt, kann ein solcher Vorteil von Mitbewerbern tatsächlich nur schwer wettgemacht werden.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Aus der großen Zahl der Bewerber, die sich um die öffentlich ausgeschriebene Stelle der Leiterin beziehungsweise des Leiters des neu einzurichtenden Kirchheimer Baubetriebsamtes beworben hatten, stellten sich die drei in die engste Wahl gekommenen Kandidaten am Mittwochabend in der Sitzung des Finanz- und Verwaltungsausschusses vor.

In alphabetischer Reihenfolge hatten die in Ehringhausen geborene und als Stellvertretende Amtsleiterin in Wetzlar tätige Silvia Groß, der in Olsberg geborene und im Landkreis Goslar beschäftigte Diplomverwaltungswirt (FH) Martin Kaufmann und schließlich Christian Maiwald Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und Fragen zu beantworten.

Trotz seiner Geburt in Berlin-Tempelhof konnte Christian Maiwald die Chancen seines "Heimspiels" nutzen. Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur, der sein berufsbegleitendes Fernstudium 1999 mit dem Abschluss Technischer Betriebswirt beendete, lebt in Nürtingen und ist als Rohrnetzmeister bei den Kirchheimer Stadtwerken beschäftigt.

Den Mitarbeitern mehr Verantwortung zu übertragen und sie damit stärker an ihre Aufgaben und ihren Arbeitgeber zu binden, nannte er als eines seiner Ziele. Durch die Einführung einer klaren Ablauforganisation will er eventuelle Reibungsverluste verhindern und durch eine Optimierung des Lagerbereichs und die Einführung einer flexiblen Jahresarbeitszeit eine gewisse Produktivitätssteigerung erreichen.

Mit 11 von insgesamt 19 Stimmen konnte Christian Maiwald die absolute Mehrheit sichern und sich schon im ersten Wahlgang gegen seine beiden Mitbewerber durchsetzen.