Lokales

Achtungserfolg in der Mormonenstadt

UTAH Im Miller Motorsports Park in der Mormonenstadt Salt Lake City fand der fünfte Lauf zur diesjährigen American Le Mans-Serie (ALMS) statt. Mit einer Streckenlänge von 4,5 Meilen ist die in der Wüste, nahe Salt Lake City gelegene Rennstrecke der längste Straßenkurs im Kalender der ALMS. In den beiden Trainingssitzungen erzielten Henzler/Liddell mit 2.45,225 Minuten ein achtbares Ergebnisse. Im Qualifying stellte MCKT-Mitglied Henzler den Porsche mit 2.45,635 Minuten auf den fünften Startplatz in dem mit 26 Prototypen und GT's starken Feld. Auf der Poleposition stand wiederum der Ferrari 430 GT von Petersen/Enge/Turner. "Wir sind einfach nicht schnell genug, um den Ferraris Paroli bieten zu können", meinte Wolf Henzler etwas frustriert. Reifenprobleme traten auf und Henzler bat, dass das Team eine neue Hinterachse in den Porsche RSR einbaute ohne den gewünschten Erfolg.

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Den Start zum Rennen über 2,45 Stunden übernahm Wolf Henzler. Der Nürtinger konnte in kurzer Zeit die beiden vor ihm gestarteten Porsche überholen und lag hinter den beiden Ferrari 430 GT in Schlagdistanz, als sich der Panoz Esperante von Maxwell/ Smith ins Kiesbett verabschiedete und eine drei Runden lang andauernde Safetycar-Phase heraufbeschwörte. "Wir haben uns dann entschlossen, einen schnellen Boxenstopp fürs Tanken und Vorderräderwechseln zu machen", erklärte der Schwabe. Generell barg der Reifenverschleiß an der Vorderachse auch für die anderen Porsche- Teams ein Problem.

Nachdem das Rennen wieder freigegeben wurde, steckte Wolf Henzler buchstäblich im Verkehr fest und hatte so gut wie keine Chance zu überholen. Dennoch konnte er durch das Missgeschick eines Prototypenfahrers auf die GT2-Mannschaft Johannes van Overbeek/ Jörg Bergmeister im Flying Lizard-Porsche aufrücken.

Für den letzten Stint des Rennens nach etwa 90 Minuten übergab Wolf Henzler den 997er Porsche an seinen Copiloten Robin Liddell. Der Schotte schlug sich wacker und sicherte mit konstanten Rundenzeiten und trotz eines untersteuernden Porsches den dritten Platzes im Rennen. "Wir sind dennoch sehr happy und hoffen, uns in den nächsten Rennen noch verbessern zu können", so Henzler. Sein nächster Renneinsatz für das Tafel-Team ist bereits am Pfingstmontag in Lime Rock Park nahe New York. Beim sechsten Lauf zur Grand American Rolex-Serie steuert er mit Eric Lux den etwas schwächeren Porsche 911 GT3 Cup.

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ALMS - Utah Grand Prix

GT2-Klassement

1. Petersen/ Enge/ Turner (Ferrari 430 GT) 59 Runden, 2. van Overbeek/Bergmeister (Porsche 911 GT3 RSR) 58 Runden, 3. Henzler/Liddell (Porsche 911 GT3 RSR) 58 Runden, 4. Helary/ Jonsson (Ferrari 430 GT) 58 Runden. 5. Aguas/ Pruitt/Mediani (Ferrari 430 GT) 58 Runden