Lokales

Änderungen im Gesetz

Die letzte Fortbildungsveranstaltung für die Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen fand bei der AOK Esslingen statt.

ESSLINGEN Die Vorsitzende des Arbeitskreises, Beate Schweinsberg-Klenk, begrüßte die 40 Vertrauenspersonen und die Referenten. Besonderer Dank ging an Martin Zoller, der die Veranstaltung organisiert hatte.

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Jürgen Baumann, vom Integrationsamt Stuttgart, berrichtete ausführlich über die Novellierung des Sozialgesetzbuches IX. Am 1. Mai 2004 trat das Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen in Kraft. Das novellierte Sozialgesetzbuch soll dazu beitragen, Arbeitgeber zu motivieren, mehr behinderte und schwerbehinderte Menschen auszubilden und zu beschäftigen. Besonderer Schwerpunkt ist die Hilfe für betriebliche Ausbildungsmöglichkeiten für behinderte Jugendliche.

Jürgen Wolf von der LVA Stuttgart stellte die neu eingerichtete Servicestelle für Rehabilitation des Landkreises Esslingen vor. In Zusammenarbeit mit der AOK ein positiver Schritt.

Hauptreferent der Veranstaltung war Dieter Kress, Geschäftsführer der AOK Esslingen. Das Thema "Auswirkungen des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes 2004". Dieter Kress berichtete erst über die AOK. Er unterstrich, dass bei allen angedachten Änderungen für ihn der wichtigste Aspekt der Solidaritätsgedanke ist. Nämlich Jüngere für Ältere Gesunde für Kranke und Einkommensstarke für Einkommensschwache. Ohne diese Grundlage gerät das System in eine Schieflage, die erheblich negative Auswirkungen mit sich ziehen kann. Kress beeindruckte die Teilnehmer durch seine impulsive und informative Art, sich des Themas anzunehmen. Neben den bekannten Änderungen Eintritt beim Arzt und Zuzahlungen gibt es auch positive Ansätze, die der besseren Gesundheit der Kranken dienen. Als Beispiel nannte er die Behandlung von Diabetikern. Im nächsten Jahr folgen noch andere Maßnahmen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Problematik "Rückenschmerzen". Aus seiner Sicht ist die bessere Vernetzung der Behandlungen untereinander ein wichtiges Kriterium für eine gute Behandlung.

Es folgte eine rege Frage- und Antwortrunde. Zum Schluss der Veranstaltung stellte sich der Bezirksobmann der Schwerbehinderten-Vertrauensleute Nord-Württemberg des VdK, Joachim Steck, vor. Die Vorsitzende bedankte sich bei allen Teilnehmern und Referenten.

bsk