Lokales

Äußerst knappe Entscheidung

Seit Anfang des Jahres ist die Stelle des Amtsleiters im Kirchheimer Bauverwaltungsamt vakant. Der Finanz- und Verwaltungsausschuss des Gemeinderats hat in seiner jüngsten Sitzung die kommissarische Amtsleiterin Christine Ulmer zur Nachfolgerin von Siegfried Kaiser gewählt.

ANDREAS VOLZ

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Vier Bewerber um den Posten des Bauverwaltungsamtsleiters stellten sich in der jüngsten Ausschusssitzung vor. Die daran anschließende Wahl brachte zunächst noch kein verwertbares Ergebnis, sodass sich die Ausschussmitglieder in einem zweiten Wahlgang zwischen den beiden verbliebenen "Spitzenkandidaten" entscheiden mussten.

Zwei Frauen waren es, die sich durch ihren hohen Stimmenanteil für den zweiten Durchgang "qualifiziert" hatten. Beide sind zudem "Eigengewächse" der Kirchheimer Stadtverwaltung: Jana Brosius arbeitet seit vier Jahren als Technische Prüferin beim Rechnungsprüfungsamt der Stadt. Christine Ulmer ist seit 1991 im Bauverwaltungsamt tätig und leitet seit Anfang Januar diese Behörde bereits kommissarisch in ihrer Eigenschaft als Stellvertreterin des bisherigen Amtsleiters Siegfried Kaiser, der altershalber aus dem Dienst der Stadt Kirchheim ausgeschieden ist.

Beide Bewerberinnen wussten gleichermaßen durch Fachkenntnis zu überzeugen sowie durch ihre "innerbetriebliche" Erfahrung in der Kirchheimer Stadtverwaltung. Einen Schwerpunkt setzten sie bei ihrer Vorstellung auf dem Thema "Bauinvestitionscontrolling". Mit diesem Instrument sollen sich Kosten und Termine für Baumaßnahmen besser erfassen, berechnen, überprüfen und vor allem einhalten lassen.

Mit zehn zu neun Stimmen ist im zweiten Wahlgang die denkbar knappste Entscheidung zugunsten der kommissarischen Amtsleiterin Christine Ulmer gefallen. Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker kommentierte das Ergebniss folgendermaßen: "Knapper konnte es nicht ausgehen. Ich denke, das spricht für unsere Mitarbeiterinnen." Die 38 Jahre alte Christine Ulmer sagte bei ihrer Vorstellung, dass sie sich als Amtsleiterin unter anderem um ständige Fortbildungsmaßnahmen im Vergaberecht kümmern wolle sowie um den verstärkten Einsatz vorhandener EDV-Programme.