Lokales

AK Asyl zu Ehrenmord und Zwangsheirat

KIRCHHEIM Mitarbeiter des AK Asyl, des Frauenhauses, von amnesty international, dem Projekt "Klein anfangen" und der Alleenschule informierten sich zu den Problemfeldern Ehrenmord und Zwangsheirat. Über das Thema sprach Collin Schubert vom Tübinger Verein "Terre des Femmes". Dort ist sie Fachreferentin für Frauenrechte in islamischen Gesellschaften. Weder Ehrenmord noch Zwangsheirat sind in irgendeiner Weise religiös begründet. Diesen Verbrechen gegen die Würde von Frauen liegen Vorstellungen zu Grunde, die aus Herkunftskulturen mancher Migranten stammen. Collin Schubert nannte Zahlen: Frauen mit Migrationshintergrund die selbst, deren Eltern oder Großeltern nach Deutschland eingewandert sind erleiden zu 40 Prozent Gewalt im familiären Umfeld. In der sonstigen Bevölkerung liegt dieser Prozentsatz bei 25. Das Frauenbild, das diesen Erscheinungen zu Grunde liegt, ist nicht mit den Wertvorstellungen der Bundesrepublik vereinbar. Aufgabe der Gesellschaft sei es daher, die Mehrheitsgesellschaft auf diese Phänomene aufmerksam zu machen.

pm

Anzeige