Lokales

Aktiv für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt

Am 6. Mai 1929 regte Wilhelm Weber die Gründung eines Obstbauvereins in Bissingen an. Seither sind 75 Jahre übers Land gezogen. Waren die Obstbauern anfangs auf verbesserten Absatz und Qualitätssteigerung aus, so geht es heute eher um ideelle Werte, wie die "Erhaltung einer lebenswerten Umwelt und unserer Kulturlandschaft".

RICHARD UMSTADT

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Bei der Versammlung am 6. Mai 1929 im Gasthaus Krone wurde der Obstbauverein gegründet. Dem Verein traten 29 Interessierte bei. Der Erste Vorsitzende war Wilhelm Weber, Karl Maier wurde Schriftführer und Kassier. Ziel des Vereins sollte es sein, die seitherige Sortenvielfalt zu bereinigen und Obst in guter Beschaffenheit und sauberer Verpackung dem Handel anzubieten. Bei der ersten Generalversammlung am 3. August 1929 im "Ochsen" wurde der Jahresbeitrag auf 1,50 Reichsmark festgelegt und Albert Armbruster sowie Georg Ederle zur Gründungsversammlung des Bezirksobstbauverbandes delegiert.

Anlässlich des landwirtschaftlichen Bezirksfestes im September 1929 beteiligte sich der junge Verein an der Obstausstellung und erhielt seine erste Auszeichnung.

Bei den abgehaltenen Rundgängen und Versammlungen war Obstbauinspektor Ebert zugegen, der die Mitglieder über sachgemäßen Baumschnitt sowie die Düngung der Obstbäume informierte.

Bei der Generalversammlung 1932 trat Wilhelm Weber zurück, um das Vorstandsamt an einen Fachmann abzugeben. Auf seinen Vorschlag wurde Karl Maier einstimmig gewählt. August Kaufmann wurde Schriftführer und Kassier. Der Jahresbeitrag betrug 1 Reichsmark. An Mitglieder wurden Edelreiser gegen einen geringen Beitrag abgegeben.

Bei der Kirschausstellung 1932 erklärte Obstbauingenieur Schaal aus Stuttgart den Mitgliedern, dass hier zu viele minderwertige Sorten angebaut würden. Er empfahl großfrüchtige Sorten wie Kassins Frühe, Türkine und Mödinger anzubauen. Alle Bäume müssten von Moosen und Flechten befreit und die Wunden sachgemäß verstrichen werden. Jungbäume sollten unbedingt eine Baumscheibe erhalten.

Bei der Versammlung 1933 beschloss der Verein, eine Karrenspritze zu kaufen, mit der Maßgabe, "daß nur Vereinsmitglieder bespritzt werden dürfen!"

Einschnitte

Bei der Generalversammlung 1934 fanden keine Wahlen statt, da man in Kürze wohl in die Ortsbauernschaft eingegliedert würde und sich somit unnötige Arbeit ersparen könne. Obstbauinspektor Ebert wies auf neue Verordnungen hin, insbesondere das Durchlichten der Baumgüter und das Heraushauen der Baumruinen. Ohne diese Maßnahmen wäre ein Aufstieg des Obstbaus nicht möglich. Künftig würden wohl Reichsmittel zur Schädlingsbekämpfung ausgegeben. Wie er das neue Reichsnährstandsgesetz verstehe, sei Grund und Boden Eigentum des Staates und der eigentliche Besitzer nur Betreuer desselben. Volkswirtschaftlich sei die Rentabilität maßgebend und es sei die Pflicht des Einzelnen, sich in die Ordnung zu fügen.

In einer Ausschusssitzung im Rathaus am 16. September 1934 wurde auf Grund der Gleichschaltung Karl Maier als Vorstand des Obstbauvereins abberufen. Als Begründung wurde genannt, dass ein Baumwart keine Führung haben solle. Auf Vorschlag des Ortsbauernführers wurde August Kaufmann als Ortsfachschaftsführer bestimmt, er bestimmte Karl Maier zu seinem Stellvertreter.

Bei der Generalversammlung 1935 wurde August Kaufmann zum Vorstand gewählt. Der Kreisobstbauins-pektor ergriff anschließend das Wort und führte aus, dass die Zeit der vielen Worte und des Redenhaltens vorbei sei, man schreite jetzt zur Tat. Wenn es nicht gutwillig gehe, so gehe es eben anders, gemacht müsse es werden. Im nächsten Jahr werde eine zwangsweise Schädlingsbekämpfung durchgeführt.

Kreisobstbauinspektor Ebert war bei der Generalversammlung 1937 zugegen und ergriff nach den Regularien das Wort. Die Obstbauvereine müssten ausgebaut werden, damit im Obstbau mehr geleistet werde und alle "Volksgenossen" Obst zu essen hätten. In der Generalversammlung im März 1938 wurden nach den Berichten erstmals Absatzmengen für Kernobst genannt.

Sammelstellenleiter August Kaufmann berichtete, dass im vergangenen Obstjahr rund 52 000 Zentner Äpfel angeliefert wurden. Im Einzelnen waren es 20 000 Zentner Tafeläpfel, 6 000 Zentner Wirtschaftsäpfel, 22 000 Zentner Mostäpfel und 4 000 Zentner Fallobst.

Nachkriegsjahre

August Kaufmann eröffnete am 16. März 1947 die erste Generalversammlung nach dem Kriege. Obwohl er eine weitere Vorstandschaft ablehnte, wurde er wiedergewählt. 26 Anwesende wurden neu in den Verein aufgenommen. Obstbauoberins-pektor Ebert gab die neuen Satzungen für Obst- und Gartenbauvereine bekannt. Für Winterspritzungen sei ausreichend Karbolineum vorhanden. Mittel für Sommerspritzungen und verschiedene Düngemittel würden zurzeit nicht hergestellt. Für Frühjahrsveredlungen würden dem Verein 10 Kilogramm Baumwachs zugeteilt. 1948 wurden jedem Mitglied Düngemittel zugesagt, andere Obsterzeuger sollten deshalb aufgefordert werden, dem Verein beizutreten.

Nur 25 von 90 Mitgliedern besuchten die Generalversammlung 1949. Die vorgesehenen Wahlen wurden deshalb erst 1950 durchgeführt. Karl Ederle wurde Erster Vorsitzender, Karl Maier sein Stellvertreter und August Kaufmann wechselte in den Ausschuss.

Bei der Ausstellung "Schwäbischer Fleiß" 1951 in Kirchheim stellte der Verein aus und erzielte wiederum einen ersten Preis im Wert von 30 Mark.

Bei einem Schnittkurs 1952 mit Kreisbaumwart Heinz wurde erstmals der Öschbergschnitt gezeigt. Im Referat ging er besonders auf die großen Kirschbäume ein, diese müssten herausgehauen werden, weil sie nicht rentabel abgeerntet werden können und eine gezielte Schädlingsbekämpfung auch nicht möglich sei.

Beherrschendes Thema der Hauptversammlung 1955 war der starke Frost im Februar und die vielen erfrorenen Bäume. Kreisbaumwart Heinz gab den Rat, bei Unterlagen auf frostresistente Sorten wie Transparent, Roter Ziegler, Maunzenapfel und Jakob Fischer zu achten und diese später zu veredeln.

Neubeginn

Christian Höhn wurde 1956 zum Ersten Vorsitzenden gewählt, Karl Maier blieb Stellvertreter. Der Jahresbeitrag wurde auf 2 Mark angehoben. In verschiedenen Ausschusssitzungen wurde beschlossen, gemeinschaftlich Obstbäume und Düngemittel einzukaufen sowie die eigentlich 1954 fällig gewesene 25-jährige Jubiläumsfeier nachzuholen, die dann am 23. November 1957 im "Adler" über die Bühne ging. Neben den zahlreichen Mitgliedern waren als Ehrengäste Bürgermeister Weber, Direktor Seitzer aus Stuttgart, Obstbauoberinspektor a. D. Ebert sowie Kreisbaumwart Heinz und Gemeinderäte anwesend. Direktor Seitzer überbrachte die Grüße vom Landesobstbauverband und heftete den Gründungsmitgliedern die goldene Ehrennadel an. Bürgermeister Weber überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde, verbunden mit einem Geldgeschenk.

1958 wurde der Verein in "Obst- und Gartenbauverein Bissingen" umbenannt. Im November 1958 fand im "Adler" eine Familienfeier mit gleichzeitiger Obstausstellung statt. An einer langen Tischreihe waren viele Apfelsorten und einige Birnen pyramidenförmig aufgebaut. Ein Teil davon wurde bei der Bezirksobstausstellung gezeigt und mit einem ersten Preis ausgezeichnet.

1959 trat Karl Maier als stellvertretender Vorsitzender zurück, für ihn wurde der seitherige Schriftführer Karl Ehni gewählt.

Blumenschmuckwettbewerb

Nach verschiedenen Lichtbildervorträgen in den Vorjahren fand erstmals in Bissingen ein Blumenschmuckwettbewerb statt. Die Sieger wurden bei der Familienfeier im "Adler" ausgezeichnet. Für die Preise hatten der Verein und die Gemeinde jeweils 50 Mark bereitgestellt.

Unter Beratung von Kreisbaumwart Heinz wurden in den Gewannen "Eisele" und "Teckhalde" von verschiedenen Mitgliedern 1959 neue Anlagen auf Halbstämmen angelegt. In der Hauptsache wurden die gut vermarktbaren Sorten wie Golden Delicious, Jonathan, Goldparmäne und Champagner Renette gepflanzt. Neben regelmäßigen Schnittkursen unter Leitung von Kreisbaumwart Heinz wurde vor allem das Vortragswesen aktiviert. Die erste Lehrfahrt des Vereins führte 1958 nach Erligheim, Kirchheim am Neckar und nach Besichtigung von vorbildlichen Obstanlagen nach Ludwigsburg ins "Blühende Barock". Im Wechsel wurden ab dieser Zeit Fahrten im Kreis und zu weiter gelegenen Zielen durchgeführt.

1960 wurde zum ersten Mal markungsumgreifend die Kirsch- fruchtfliege gespritzt. Bis zu 30 Schlepperspritzen mit Helfern waren bei dieser und späteren Aktionen beteiligt.

Die Obstannahmestelle wurde ab 1960 der Genossenschaftsbank übertragen. Dadurch konnten sich die Anlieferer ihr Geld sofort auszahlen lassen.

Bei der Hauptversammlung 1961 trat Vorstand Christian Höhn überraschend zurück. Alle Versuche, den aktiven und erfolgreichen Vorsitzenden umzustimmen, schlugen fehl und so wurde dessen Stellvertreter, Karl Ehni, mit der geschäftsführenden Vorstandsarbeit betraut.

Jüngere Geschichte

Bei den Wahlen 1962 wurde Karl Ehni Erster Vorsitzender und Willi Nägele sein Stellvertreter. Die neue Vorstandschaft führte den Verein in bewährter Weise weiter. Neben Unterweisungen der Mitglieder durch Schnittkurse und Fachvorträge wurden Lehrfahrten veranstaltet und jährlich eine Familienfeier mit buntem Programm gestaltet. Je nach Befall wurden die Spritzungen gegen die Kirschfruchtfliege in dreijährigem Abstand wiederholt.

Der Verein hatte 1964 mit 164 Mitgliedern den höchsten Stand seit der Gründung. Der Obstbau war in der Krise und auch Bissingen war davon betroffen. Besonders schlecht waren die Erlöse für Mostäpfel und Birnen. Besser war es bei Kirschen, so konnte 1968 die Darlehenskasse rund 70 000 Mark für Kirschengeld auszahlen, wobei man den privaten Verkauf mit ungefähr einem Drittel noch dazurechnen muss.

Die Bissinger Vereinsgemeinschaft veranstaltete 1977 die erste Kelterhocketse. Der Obst- und Gartenbauverein hatte sein Domizil in einer alten Wagenremise und bot dort Äpfel und Rauchfleischbrote an. An Getränken wurden Most, Wein und Schnäpse serviert. Heute ist die Kelterhocketse ein traditioneller Treffpunkt für alle Einwohner und ehemaligen Bissinger.

Nachdem seit 1971 keine gemeinsame Kirschenspritzung mehr durchgeführt wurde, zeigte es sich 1978, dass die Kirschfruchtfliege wieder stark bekämpft werden musste.

Jubiläumsfeier

50 Jahre OGV Bissingen war angesagt und so fand am 31. Oktober 1980 in der Schulturnhalle eine Feier mit Jubilarehrungen und großem Programm statt. Am nächsten Tag war für die Bevölkerung und auswärtige Gäste eine umfangreiche Obstausstellung dargeboten.

Ein Preisverfall kennzeichnete das Obstjahr 1982. Die Massenernte war kaum abzusetzen und zu dem schlechten Erlös kamen noch die unendlichen Warteschlangen an der Ablieferungsstelle hinzu. Um den Streuobstbau zu fördern, bezuschusste die Gemeinde ab 1985 3 388 Hochstämme. Der OGV wickelt bis heute die Bestellung und Auslieferung ab und konnte im ersten Jahr 320 Bäume ausgeben. "Feuerbrand" hieß 1986 die Schlagzeile. An der Limburg waren verschiedene Kernobstbäume, vor allem Birnen, von dieser Bakterienkrankheit befallen. Auch Bissingen blieb nicht verschont und bis heute muss ständig kontrolliert und eingegriffen werden.

Ab 1990 erfolgte die Förderung der Hochstämme nicht mehr durch das Landratsamt, sondern durch die Gemeinde und es wurde ein Eigenanteil von 50 Prozent der Beschaffungskosten eingeführt.

Die Gemeinschaftskirschenanlage im "Melkersteich" war in die Jahre gekommen. 1988 liefen viele Pachtverträge aus. Viele Bäume waren abgestorben und Neupächter nicht zu finden. Ein Teil der Bäume wurde gerodet, was von der Naturschutzbehörde gestoppt wurde. Erst nachdem die Rodung von 55 abgestorbenen Bäumen erlaubt war, wurden Anfang 1993 vom OGV 30 Jungbäume gesetzt. Darunter waren neben Wildobstsorten auch erstmals angeblich schorfresistente Bäume aus Dresden-Pillnitz.

Das neue Pflanzenschutzgesetz verlangte auch von den OGV-Mitgliedern eine entsprechende Weiterbildung. Gemeinsam mit Dettinger Obstbaufreunden wurde der Unterricht organisiert und dann in Dettingen 1992 auch die Prüfung des so genannten "Sachkundenachweises" abgelegt.

Nach 25 Jahren als Vorstand trat Karl Ehni 1987 zurück und Fritz Greiner wurde als Nachfolger gewählt. Auf Grund seiner langjährigen Verdienste wurde Karl Ehni zum Ehrenvorstand ernannt.

1989 konnte der Verein in der Schulturnhalle sein 60-jähriges Jubiläum feiern. Nach einem unterhaltenden Festabend stand auch eine Ausstellung mit 35 Kernobstsorten und frischem Gemüse auf dem Programm.

Bei der Hauptversammlung 1995 im "Adler" wurde den Mitgliedern die in vielen Ausschusssitzungen erarbeitete neue Satzung vorgestellt und nach eingehender Diskussion und einer Änderung auch beschlossen.

Bei der Hauptversammlung am 13. März 1999 wurde Rudolf Thaler zum Ersten Vorsitzenden gewählt, Karl Nägele zum Stellvertreter. Bei der Versammlung 2000 wurde Fritz Greiner zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Weihnachten 1999 zog der verheerende Orkan "Lothar" übers Land. Entwurzelte und abgeknickte Bäume in Wäldern und Obstwiesen markierten seine Spur. Vom Verein wurde deshalb ein Wurzelstockfräsen organisiert, um die Aufräumarbeiten zu erleichtern.

Im Februar 2001 veranstaltete der Verein die erste Bissinger Mostprämierung. Mit 39 Mostproben war sie ein voller Erfolg und wurde deshalb bis heute zweimal wiederholt.

Im Frühjahr 2003 legten die Mitglieder in den "Unteren Eschwiesen" eine Versuchspflanzung mit neueren, scharkaresistenten Zwetschgensorten an. Gleichzeitig wurden in der ehemaligen Kirschenanlage im "Melkersteich" Altsorten mit je zehn Apfel- und Birnbäumen gesetzt.

Heutige Ziele

Die wirtschaftlichen Gründe sind heute nicht mehr entscheidend. Dank moderner Technik und der weltweiten Verkehrsverbindungen sind Obst und Gemüse heute zu jeder Jahreszeit und in einer nicht gekannten Vielfalt zu günstigen Preisen erhältlich. Trotzdem gibt es noch Vereinsmitglieder, die ihr Obst und Gemüse selbst ziehen. Dabei nehmen sie einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand in Kauf. Fragt man hier nach, so stößt man auf den Leitspruch "Gartenkultur fördern Landschaft bewahren" oder wird auf die Leitziele des Landesverbandes für Obst- und Gartenbau verwiesen, die da lauten: "Erhalt einer lebenswerten Umwelt, Erhaltung unserer Kulturlandschaft, Naturerziehung für Kinder und Jugendliche sowie Erhaltung des fachlichen Wissens".

Der Altsortenmuttergarten

Der Erhalt der Sortenvielfalt im Bissinger Streuobstanbau ist für den Bissinger Verein ein wichtiges Anliegen. Das Engagement von Vereinsmitgliedern und Interessierten aus der Einwohnerschaft half, teilweise verloren geglaubte Standorte nicht alltäglicher Apfel- und Birnensorten auf der Gemarkung zu finden. Dazu gehören der Bastlesapfel, Gesäter, Großpapa, die Königs- und Stauferluiken, zwei unterschiedliche Schafnasen sowie der Zwiejährling und bei den Birnen die Krebs-, die Kreuzer- und die Wilde Eierbirne.

Zur Sicherung dieser Sorten legte der Verein mit Hilfe der Gemeinde eine Altsortenanlage an. Auch die Bevölkerung beteiligte sich daran. Deshalb meldete die Gemeinde das Projekt beim öffentlichen Wettbewerb "Konkrete Projekte zur Lokalen Agenda 21 des Landes Baden-Württemberg" und hatte Erfolg. Es wurde im Juli 2000 vom Umwelt-Ministerium mit einem nicht unbedeutenden Preis ausgezeichnet. Auf zwei geeigneten Wiesengrundstücken im Gewann "Hundsrücken" pflanzten 25 Helfer im März 2001 35 Apfel- und 10 Birnbäume. Bei den Äpfeln fand die bewährte Stammbildnersorte "Bittenfelder Sämling" Verwendung. Versuchshalber wurden einige Jungbäume des bisher hier unbekannten "Sonnenwirtsapfels" mit ausgepflanzt, der sich prächtig entwickelt.

Die erforderliche Pflege ist über einen Zehn-Jahresvertrag zwischen Gemeinde und Verein geregelt. Die Grünlandpflege obliegt einem ortsansässigen Landwirt. Die Gesamtanlage bietet dem Verein Gelegenheit, bei Veranstaltungen das erforderliche Wissen weiterzugeben.

Jubiläumswochenende

Sein 75-jähriges Bestehen feiert der Obst- und Gartenbauverein Bissingen am kommenden Wochenende, 23. und 24. Oktober, in der Bissinger Schulturnhalle.

Der Fest- und Dorfabend am Samstag, 23. Oktober, sieht ab 19.30 Uhr (Saalöffnung 18.30 Uhr) folgendes Programm vor: Begrüßung, Ansprachen und Ehrungen mit musikalischer Umrahmung durch den Männergesangverein Bissingen. Abendprogramm mit Mundartautor Bernd Merkle und der Gruppe "Musica Viva". Die Bewirtung erfolgt durch die Chorgruppe "Frischer Wind".

Am Sonntag, 24. Oktober, veranstaltet der OGV einen Infonachmittag mit Obstausstellung. Der Obst- und Gartenbauverein Bissingen stellt sich und seine Arbeit von 13.30 bis 18 Uhr vor. Geboten wird zusätzlich allerlei Informatives zum Obst- und Gartenbau. Außerdem gibt es Kaffee, selbst gebackenen Kuchen und Vesper.