Lokales

Aktive Schüler erwünscht

Merkmale guten Unterrichts sind vor allem Strukturiertheit und Klarheit sowie eine gelungene Aktivierung der Schüler. Zu diesem Ergebnis kam Professor Andreas Helmke von der Uni Koblenz-Landau vor über 400 Pädagogen in Leinfelden-Echterdingen.

KREIS ESSLINGEN "Was ist guter Unterricht?" zu dieser Vortragsveranstaltung mit Professor Andreas Helmke von der Universität Koblenz-Landau hatte das Amt für Schule und Bildung im Landkreis Esslingen in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Stuttgart kürzlich nach Leinfelden-Echterdingen eingeladen. Über 400 Lehrer nahmen an der Fortbildung teil.

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Professor Helmke beleuchtete in seinem Vortrag viele Aspekte guten Unterrichts. Hinterfragt wird, was eigentlich die Qualität des Unterrichts ausmacht. Kommt es darauf an, dass der Unterricht strukturiert ist und viele Rückmeldungen an die Schülerinnen und Schüler vorsieht oder ist offener Unterricht günstiger? Ist der Unterricht erfolgreicher, der größere Methodenvielfalt aufweist? Nicht unwichtig auch die Frage, ob es eher auf die Qualität der unterrichtlichen Prozesse oder auf seine nachweislichen Produkte ankommt. Zu diskutieren ist ebenso, welche Rolle die Lehrperson, ihr Fachwissen und ihre fachdidaktische Kompetenz spielt.

Professor Helmke, als Mitglied des PISA-Beirats der Kultusministerkonferenz ein bekannter Fachmann, gab Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und rückte insbesondere die Frage nach der Klassenführung in den Fokus seiner Ausführungen. Für die Zuhörerschaft wurde eine interessante Akzentverschiebung vorgeschlagen, indem von "Klassenmanagement" statt von Klassenführung gesprochen werden solle. Schließlich gehe es nicht um die Klärung von Unterrichtsstörungen. Der Referent stellte als fächerübergreifende Merkmale guten Unterrichts vor allem Strukturiertheit und Klarheit sowie eine gelungene Aktivierung der Schülerinnen und Schüler heraus.

In der lebhaften Aussprache wurde die Frage nach den Ressourcen angesprochen, insbesondere aber die Notwendigkeit der Pflege einer "Feedbackkultur" an den Schulen und einer wiederkehrenden Selbstreflexion.

Die Vortragsfolien von Professor Helmke können im Internet auf der Homepage des Landkreises Esslingen unter dem Amt für Schule und Bildung, hier bei "Aktuelles", nachgelesen werden: www.landkreis-esslingen.de. Im Frühjahr 2008 wird das Thema mit einer Fortbildung mit dem Kanadier Norm Green zum "Kooperativen Lernen" weiter vertieft werden.

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