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A-la-carte-Menü und ein WM-Kicker aus Butter

Die Ausstellermannschaft der Meistervereinigung Gastronom Baden-Württemberg hat beim European Culinary Challenge, dem Wettbewerb der besten Regionalteams Europas, auf der Fachmesse IGEHO in Basel den dritten Platz belegt. Die MVG-Aussteller können sich damit als drittbeste Köche-Regionalmannschaft Europas bezeichnen.

RUDOLF STÄBLER

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BASEL An zwei Wettbewerbstagen bewiesen die Meisterköche hohe Handwerkskunst und Kreativität und landeten in der Gesamtwertung knapp hinter den Mannschaften aus Bern und Biel auf dem dritten Platz.

Der European Cullinary Challenge in Fachkreisen auch als inoffizielle Europameisterschaft der Köche-Regionalteams bezeichnet wurde bei IGEHO 2005 zum ersten Mal in dieser Form ausgetragen. Das Besondere dabei: Die Mannschaften absolvierten ein zweiteiliges Wettbewerbsprogramm, wie es sonst nur Nationalteams abverlangt wird. Zunächst gab es den warmen Kochwettbewerb unter anspruchsvollen A-la-carte-Bedingungen sowie drei Tage später den "kalten Wettbewerb" die Kochkunstschau bei der vor allem die Optik der kunstvoll angerichteten Teller und Platten zählt. In beiden Bereichen erlebten Juroren und Messebesucher Koch- und Handwerkskunst auf höchstem Niveau, wobei dies vor allem für die drei bestplatzierten Teams gilt. Zwischen ihnen gab es nur einen sehr geringen Punkteabstand. Ohne ständiges Training unter anderem auch in den Zähringer Stuben in Weilheim hätte das MGV-Team diese Top-Leistung sicherlich nicht bringen können.

Die Mannschaft der Meistervereinigung Gastronom präsentierte sich unter der Leitung von Teamchef Uwe Staiger in hervorragender Form und holte beim warmen Kochwettbewerb mit einer starken Vorstellung eine Goldmedaille sowie den dritten Platz in der Gesamtwertung. "Wir haben viel Anerkennung von Gästen und den Juroren bekommen", berichtet Uwe Staiger. Mit unserer Leistung im warmen Kochwettbewerb bin ich wirklich zufrieden."

Auch bei der Kochkunstschau dem kalten Kochwettbewerb bewies die Ausstellermannschaft der Meistervereinigung internationale Klasse. Ihren Tisch präsentierten sie unter dem Motto "Fußball-WM" und zeigten hierbei nicht nur handwerkliches Können, sondern auch Kreativität und Ideenreichtum. So drehte sich bei Nicole Gulewitschs Fußball-Butterfigur ein WM-Pokal aus Schokolade, und der gesamte Ausstellungstisch war mit kleinen Fußbällen dekoriert.

Dass es im kalten Wettbewerb am Ende "nur" zu einer Silbermedaille (3. Rang in der Einzelwertung) reichte, ist nach Staigers Worten eine Folge der ungewöhnlich anspruchsvollen "Doppelaufgabe", die so normalerweise lediglich den logistisch und personell besser ausgestatteten Nationalmannschaften gestellt wird. "Wir sind mit diesem zweifachen Wettbewerbsprogramm warm kochen und wenige Tage später kalt ausstellen an die Grenze dessen gegangen, was die Mannschaft vom Vorbereitungsaufwand und von der Logistik her leisten kann. Man müsse nur an den Aufwand der Fahrten nach Basel denken. Staiger: "Unsere Team-Mitglieder arbeiten ja alle und haben zum Teil eigene Betriebe da ist so ein Wettbewerb schon vom Zeitaufwand her nicht leicht zu bewältigen. Ohne Unterstützung der vielen Helfer im Team und auch der Sponsoren der Vereinigung wäre das alles gar nicht zu schaffen gewesen." Gelohnt hat sich der Aufwand jedoch allemal, betont Staiger abschließend: "Darauf können wir, und alle, die uns geholfen haben, stolz sein."

Zum Team gehörten neben dem Uwe Staiger ("Bären" und "Waldhorn" in Plochingen) die Küchenmeister Harald Hartmann ("Zähringer Stuben", Weilheim), Alfons Köhler ("Krone" in Ehingen-Dächingen), Hans-Joachim Burger (Pension Endehof, Elzach-Oberprechtal), Erwin Buchhäusl (Debeos, Stuttgart) und Nicole Gulewitsch (Aramark).