Lokales

Alarm auf der Alb

Bereits am morgigen Samstag geht es für zwei lokale Vertreter in der Bezirksliga auf Punkte-Hatz: Der TSV Notzingen gastiert beim TSG Zell, während die SGEH sich dem SV Göppingen stellen muss.

KIRCHHEIM Mit dem Vorstoß auf den vierten Rang hat sich der TSV Notzingen wieder in den Vordergrund geschoben und ist momentan bester Teckverein der Liga. "Wir wollen versuchen, eine konstante Linie zu finden und uns vorne festsetzen", gibt Notzingens Spielertrainer Stefan Haussmann die Vorgabe vor dem samstäglichen Spiel beim Aufsteiger Zell. Der ehemailge Oberliga-Kicker des VfL Kirchheim erwartet ein umkämpftes Match unterm Aichelberg. Die Leistung vom 4:2-Sieg gegen die SGEH letzten Sonntag soll nach Haussmanns Wunsch gegen Zell wiederholt werden. Deren Trainer Axel Maier will gegen die Eichert-Truppe Beton anrühren: "Hinten dicht halten und die Abwehr stärken", gibt Maier als Rezept aus. Beim ungefährdeten 4:0-Sieg gegen Schlusslicht Eislingen hat seine Truppe erstmals zu Null gespielt. Personell blickt Maier optimistischer in die Zukunft, nachdem er nun die Langzeitverletzten Engelmann und Liebrich wieder einsetzen kann. Für das morgige Heimspiel wünscht er sich, "gegen ein Spitzenteam wie Notzingen einen big Point zu holen."

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"Schriller die Glocken nie klingen, als bei der SGEH" so ließe sich die momentane Lage auf der Berghalbinsel in vorweihnachtlicher Weise interpretieren. Nach der 2:4-Schlappe gegen Notzingen und dem gleichzeitigen Punktgewinnen der Tabellennachbarn sind die Älbler auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. "In Notzingen kann man verlieren, aber wir haben dabei unnötige Gastgeschenke verteilt", blickt SGEH-Coach Ralf Friedl auf den letzten Sonntag zurück. Seine mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren junge Abwehr trainiere zwar gut, sei aber im Spiel zu nervös. Außerdem lasse noch mancher seiner Youngster Bezirksliga-Niveau vermissen. Gegen den SV Göppingen, auf den die SGEH bereits am morgigen Samstag trifft, sollte dringend ein Erfolgserlebnis her. Angesichts der Verletzungsmisere auf der Alb wird dies jedoch schwierig werden. Im Spiel gegen Notzingen zog sich Serkan Karaguan eine Knieverletzung zu. Auch Tobias Möll musste angeschlagen ausgewechselt werden. "Wir versuchen, in Göppingen das Beste aus der Misere zu machen", macht Friedl seiner Elf Mut, um wenigstens einen Punkt mit auf die Alb zu nehmen.

Unterdessen marschiert der GSV Dürnau mit Riesenschritten in Richtung Landesliga. Das erste Etappenziel, der inoffizielle Titel des Herbstmeisters, liegt nur noch einen Punktgewinn entfernt. Dieser soll am Sonntag bei den SF Wernau eingefahren werden. Gutes Omen für Dürnau: Der letztjährige Herbstmeister TV Nellingen wurde auch am Saisonende Erster.

Mit neun Punkten Rückstand hechelt der erste Verfolger, FV Neuhausen, hinter den Dürnauern her. Beim TSV Boll wird der Tabellenzweite jedoch Mühe haben, die jüngste Serie von fünf Siegen in Folge fortzusetzen. Dagegen droht dem drittplatzierten Aufsteiger FC Nürtingen 73 im Heimspiel gegen Schlusslicht ASV Eislingen keine Gefahr.

Nach dem 2:1-Zittersieg gegen den TSV Grötzingen vergangenen Sonntag ist der TSV Jesingen drauf und dran, sich im Mittelfeld zu etablieren. Die "Gerstenklopfer" lassen sich jedoch nicht täuschen: "Wenn du zwei Spiele hintereinander verlierst, bist du hinten drin", schätzt TSVJ-Trainer Klaus Müller die Lage bei der Ausgeglichenheit der Liga realistisch ein. Mit der kämpferischen Leistung seiner Elf war er gegen Grötzingen zufrieden, allein die spielerischen Elemente stoßen Müller noch sauer auf.

Am Sonntag gastiert die Mannschaft beim TSGV Großbettlingen. "Dort haben wir noch nie gut ausgesehen, haben aber nichts zu verlieren", schätzt Müller das Spiel auf dem Staufenbühl ein und wäre mit einem Punkt dort zufrieden.

Das Team von Claus Maier hat nach den prominenten Abgängen (allen voran Carlo Greco) Mühe, die Erwartungen zu erfüllen. Nach den Niederlagen gegen Neuhausen, Dürnau und Wolfschlugen ist der seit Jahren als Dauerfavorit auf den Aufstieg gehandelte TSGV offensichtlich angeknockt.

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