Lokales

Alarmierung auf einer Wellenlänge

Digitaler Funkmelder für Notfallseelsorgedienst

Um künftig die Alarmierung des Notfallseelsorgedienstes der Kirchen im Altkreis Nürtingen zu verbessern und dem DRK-Notfallnachsorgedienst Nürtingen/Kirchheim anzugleichen, übergab der Kreisverband Nürtingen-Kirchheim vom Deutschen Roten Kreuz jüngst einen digitalen Funkmelder als Leihgabe an den Notfallseelsorgedienst der Kirchen.

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Nürtingen. Bereits 1999 baute auf Anregung des DRK-Kreisverbands Nürtingen-Kirchheim Pfarrer Fritz Braun aus Schopfloch den Notfallseelsorgedienst der Kirchen im Altkreis Nürtingen, welcher von den beiden evangelischen Dekanaten Kirchheim und Nürtingen sowie dem ehemaligen katholischen Dekanat Nürtingen-Kirchheim getragen wird, auf. Die Alarmierung erfolgte zunächst über Telefon und nach dem Einzug neuer Technik über ein Diensthandy.

Im Hintergrund für den Fall der Fälle stand zudem häufig Pfarrer Braun, der jetzt im September auf die Pfarrstelle nach Riederich im Dekanat Bad Urach wechselt, bereit. Pfarrer Wolfgang Maier aus Raidwangen wird das Amt des Ansprechpartners und Koordinators für den Notfallseelsorgedienst übernehmen.

Eine weitere Lücke im Bereich der ehrenamtlichen Hilfssysteme konnte vonseiten des DRK bereits 2001 durch die Gründung und Einführung des Notfallnachsorgedienstes und des Dienstes „psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte“ unter der Leitung von Eve-Christiane Grunewald geschlossen werden.

Notfallnachsorgedienst und Notfallseelsorgedienst verstehen sich als eine kurzfristig einsetzbare, zeitlich begrenzte Begleitung von Menschen in akuten Krisensituationen sowie als psychische und soziale Erste Hilfe und sind keine fachliche Therapie. Sie wenden sich an Menschen, die nach einem besonders belastenden traumatischen Erlebnis momentan nicht in der Lage sind, dieses alleine zu verarbeiten. Das vorrangige Ziel beider Dienste ist die kompetente menschliche Begleitung und Betreuung von Menschen bei der Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation. Die betroffenen Menschen entscheiden dabei selbst, ob und in welchem Umfang sie dieses Angebot wahrnehmen möchten.

Selbstverständlich sind die Pfarrer dieses ökumenischen Dienstes im Altkreis Nürtingen und die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes für ihre Arbeit gut gerüstet und auch ausgebildet, was jedoch nicht weiterführende notwendige Behandlungen durch Fachpersonal, wie Psychologen und Psychotherapeuten ersetzt.

Um Doppelbelastungen zu vermeiden und entstehende Synergieeffekte besser nutzen zu können, wurde im letzten Jahr eine Kooperation beider Dienste vereinbart und

Die Dienste werden gut und dankbar angenommen

die einsatztaktische Federführung in die Hände von Eve-Christiane Grunewald gelegt. Eine weitere Kooperation des DRK-Notfallnachsorgedienstes Nürtingen-Kirchheim besteht ebenfalls seit 2007 mit der Palliative Care im Landkreis Esslingen.

An den Reaktionen und Rückmeldungen von Betroffenen und Betreuten kann man sehr deutlich erkennen, dass diese Dienste gut und dankbar angenommen werden und diese Einsatzaufgaben immer mehr an Bedeutung gewinnen. Diese Hilfsangebote stehen jedem Betroffenen unter der Notrufnummer 1 92 22 kostenlos und rund um die Uhr 24 Stunden täglich zur Verfügung.

Wer ehrenamtlich im DRK-Notfallnachsorgedienst Nürtingen-Kirchheim mitarbeiten , den Dienst unterstützen will oder Fragen hat, kann sich an Eve-Christiane Grunewald, Telefon 0 70 22/30 20-10, wenden. pm