Lokales

Aldi plant Anbau

Die Wendlinger Aldi-Filiale soll erweitert werden. Der Ausschuss für Technik und Umwelt der Stadt Wendlingen stimmte dem Wunsch des Discounters zu, in der Hoffnung, dass das Baugesuch auch vom Landratsamt genehmigt wird.

CHRISTA ANSEL

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WENDLINGEN Alexander Bollheimer vom Wendlinger Stadtbauamt erläuterte dem Ausschuss die Pläne für die Wendlinger Aldi-Filiale am östlichen Stadtausgang. Geplant ist ein Anbau auf der Nordseite des bestehenden Gebäudes in der Größe von 170 Quadratmeter Verkaufs- und Lagerfläche. Auf den ersten Blick, so Bollheimer, handle es sich bei dieser Anfrage um einen "einfachen Fall", die Erweiterungen befänden sich allesamt innerhalb des Baufensters. Beim zweiten Blick werde die Sache schon kniffliger. Die Aldi-Pläne tangieren die Vorgaben für "großflächigen Einzelhandel", der nur in Sonder- und Kerngebieten zulässig sei.

"Großflächiger Einzelhandel" beginnt laut Rechtsprechung ab 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Die Aldi-Filiale verfügt derzeit über 750 Quadratmeter Verkaufsfläche. Diese würde nach der Erweiterung auf 920 Quadratmeter steigen. Die Grenze zum "großflächigen Einzelhandel" sei also überschritten, betonte Bollheimer und erläuterte dies gleich noch mit Zahlen zur Geschossfläche.

Bei den Plänen für die Erweiterung der Aldi-Filiale allerdings handele es sich um eine atypische Fall-Gestaltung. Deshalb habe das Unternehmen auch gleich ein Gutachten in Auftrag gegeben, das Argumente für die Zulässigkeit des Vorhabens liefere. Die Baupläne hätten keine Sortimentserweiterung zur Folge, sondern nur die Vergrößerung der Aufstellflächen. Es seien also keine Umsatzverluste im innerstädtischen Bereich zu befürchten.

Stadtrat Werner Kinkelin stimmte den Aldi-Plänen zu, auch weil Wendlingen "so schwach mit Lebensmittelgeschäften" besetzt sei. Einfluss auf die Entscheidung hat die Stadt Wendlingen kaum. Im Rahmen der Anhörung war die Stellungnahme der Stadt gefragt. Und die fiel einstimmig für das Vorhaben aus. Eine gewichtige Stimme im Genehmigungsverfahren der Unteren Baurechtsbehörde hat unter anderem auch der Regionalverband Stuttgart.