Lokales

Alle Herausforderungen wurden gemeistert

In der Teckhalle in Owen hat die Raiffeisenbank Teck ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2004 ihren Mitgliedern präsentiert. Nicht ohne Stolz wies die Vorstandschaft darauf hin, dass es der Bank trotz der sehr schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelungen ist, alle Herausforderungen zu meistern. Unisono war zu hören: "Wir können mit der Entwicklung unserer Bank sehr zufrieden sein."

RUDOLF STÄBLER

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OWEN 115 stimmberechtigte Vertreter waren in die Owener Teckhalle gekommen, um die Berichte zu hören. Sie wurden ebenso wie die zahlreichen Ehrengäste vom Aufsichtsratsvorsitzenden Walter Kiedaisch begrüßt.

Vorstandsmitglied Rainer Kaiser erinnerte daran, dass das Jahr 2004 die gesamte Kreditwirtschaft und damit auch die Raiffeisenbank Teck erneut vor bedeutende Herausforderungen gestellt habe. Trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen konnte die Raiffeisenbank auf ein insgesamt sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr mit einer guten Ergebnisentwicklung zurückblicken. Kaiser: "Dazu hat unsere strategische Ausrichtung, die sich an den Kundenbedürfnissen orientiert sowie unsere Fokusierung auf den Vertrieb wesentlich beigetragen."

Besondere Vertriebserfolge wurden laut Kaiser bei den Bausparverträgen und im Investmentgeschäft erzielt. Geradezu stürmisch habe sich vor allem das Lebensversicherungsgeschäft entwickelt. Durch eine hervorragende Bausparvermittlungsleistung im Jahr 2004 gehörte die Raiba Teck zu den erfolgreichsten Banken im genossenschaftlichen Finanzverbund. Nach den Investitionen der Vorjahre habe man auch im Geschäftsjahr 2004 einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit und somit zur Erhöhung des Kundennutzens geleistet. So sind im Bereich der SB-Geräte und der EDV-Ausstattung wesentliche Kosten für den weiteren Ausbau der Kundenselbstbedienung angefallen. Gut angekommen ist bei den Kunden auch die Modernisierung des Kundenservicebereichs in der Hauptstelle in Owen. Rainer Kaiser erinnerte die Zuhörer daran, dass die genossenschaftliche Idee beinahe fünf Generationen alt und dennoch bei weitem nicht überholt sei. Die starke Gemeinschaft der Raiffeisenbank Teck beweise zudem der Zuwachs von 480 neuen Mitgliedern im Berichtsjahr. Die Bank hat nun knapp 9800 Mitglieder mit 44 000 Geschäftsanteilen. Kaiser: "Darauf sind wir sehr stolz." Im Laufe des Jahres wird das 10 000. Mitglied erwartet. Kaiser stellte abschließend fest, dass die gute Situation "unserer" Bank einerseits dem Engagement und der Treue der Kunden zu verdanken sei, dass es aber andererseits auch der Verdienst der Mitarbeiter sei.

Vorstandsmitglied Bruno Foldenauer stellte heraus, dass der Erfolg nur möglich gewesen sei, weil die Aufgaben, die großen und kleinen Ziele sowie Herausforderungen konsequent angepackt worden seien. Nach dem Schulnotensystem stufte er das Jahr 2004 als "Gut" ein. Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Teck beläuft sich laut Geschäftsbericht zum Stichtag 31. 12. 2004 auf rund 234 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 4 Millionen Euro. Die Erhöhung, so Foldenauer, sei umso bemerkenswerter, unter der Berücksichtigung, dass die Bank wegen fälliger Wertpapiere, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 6,2 Millonen Euro zurückfahren konnte. Die Klasse eines Instituts drücke sich aber nicht in der Bilanzsumme, sondern in seiner Substanz.

Insgesamt konnte der Bestand der Kundeneinlagen um 10,5 Millionen Euro (5,8 %) auf 193 Millionen Euro ausgeweitet werden. Ein Erfolg wurde auch beim Zuwachs der Spareinlagen verzeichnet. Diese stiegen um 12,3% auf rund 72 Millionen Euro. So gilt sicherlich für viele Kunden noch immer der alte Leitsatz: "Spare in der Zeit so hast du in der Not." Auch über die klassischen Geldanlagen lief das Geschäft gut. Allein die Vermittlung von Fonds an die Union Investmentgruppe hat so den Wert von 38 Millionen Euro erreicht. Dies ist ein Steigerung von 5,8%. Bruno Foldenauer machte klar, dass zur objektiven Bewertung der tatsächlichen Bankleistung die so genannte Verbundbilanz herangezogen werden müsse. Das heißt, die Addition aller bilanzwirksamen und außerbilanziellen Geschäfte. Das gesamte betreute Kundenvolumen belaufe sich so bei den Krediten auf 209 Millionen Euro und bei den Kundeneinlagen auf 287 Millionen Euro. Stolz zeigte sich der Bänker auch mit der Eigenkapitalausrüstung der Bank. Die Bilanz weist 14 Millionen Euro aus und als Haft- und Eigenkapital stehen 22 Millionen Euro im Hintergrund.

Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat wurde vom Vorstand vorgeschlagen, 5,5% Dividende zum 4. Juli auszuzahlen. Vom Bilanzgewinn von 531 770 Euro sind dies rund 350 500 Euro, 90 000 Euro gehen in die gesetzliche Rücklage und die selbe Summe wird in die Ergebnisrücklage eingestellt. Diesem Vorhaben wurde von den Mitgliedern auch einstimmig zugestimmt. Foldenauer dachte dann in der Stunde der Erfolgsmeldungen auch an die Mitarbeiter der Bank: "Eine verdammt gute Mannschaft."

Aufsichtsratsvorsitzender Werner Kiedaisch legte den Bericht des Aufsichtsrates vor, erinnerte an gemeinsame Sitzungen, verschiedene Prüfungen und betonte, dass keinerlei Beanstandungen aufgetreten seien.

Gerhard Böhringer, Bankdirektor im Ruhestand, sprach Dank und Anerkennung an die Verantwortlichen aus und beantragte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsarat. Dies war dann eine reine Formsache.

Mit Ablauf der Vertreterversammlung scheiden Wilhelm Braun (Weilheim), Gerhard Däschler (Owen), Dietmar Jauß (Gutenberg) und Walter Kiedaisch (Dettingen) aus dem Aufsichtsrat aus. Gerhartd Däschler und Walter Kiedaisch stellten sich für eine erneute Kandidatur zur Verfügung und wurden auch einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig ging die Nachwahl über die Bühne. Nachfolger von Wilhelm Braun wird Bernd Kratschmer (Weilheim) und der Gutenberger Uwe Diez löst Dietmar Jauß ab.