Lokales

Aller Anfang ist . . . . .

... schwer! Dies gilt ja nicht nur für Schüler/-innen, oder Lehrer/-innen, bei denen in den nächsten Tagen wieder die Schule beginnt. Dass jeder Anfang schwer ist, wissen auch die, die einen neuen und unbekannten Weg gehen müssen, sei es beruflich oder privat. Natürlich gibt es zum Glück auch die andere Erfahrung, die H. Hesse so formuliert: "In jedem Anfang liegt auch ein neuer Zauber inne!"

Dennoch bleibt die Frage offen: Was wird die Zukunft uns bringen? Wie wird es weitergehen? Werde ich, werden wir es schaffen? Manchmal kann es passieren, dass uns die Sorge(n) so umtreiben, dass man wenig vom "neuen Zauber" spürt. Unsere Sorge macht uns blind und wir fühlen uns eher gelähmt.

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Was kann uns da helfen? Der Apostel Petrus schreibt als Ermutigung an seine Gemeindeglieder: "Alle eure Sorge werft auf Gott den Herrn, denn ER sorgt für euch!" (1. Petr. 5,7) Ja, wie wirft man die Sorgen zu Gott? Im Gebet dürfen wir unsere Anliegen vor Gott bringen! Dies könnte praktisch so aussehen: Erst die Sorge entschlossen in die Hand nehmen dann auf das Gegenüber, also auf Gott blicken und dann Hand auf und loslassen! Also: Die Sache Gott überlassen, ihm keine Vorschriften machen, was er jetzt mit meiner Sorge tun müsse. Und dann? Es kann sein, dass Gott uns das Sorgenpaket erneut zuwirft. Und uns damit auffordert, einen anderen als den gewohnten Weg einzuschlagen.

Aber jetzt kommt es verwandelt von IHM und ist deshalb tragbar für uns und damit neu gehbar. Der Urtext sagt: "Aus meiner Sorge wird Gottes Für-Sorge". Zwar sehen unsere Augen nach wie vor mühsame Wegstrecken und dunkle Zonen. Gott aber sorgt für Lichtblicke und Rastplätze am Weg, damit wir nicht aufgeben müssen. Vielleicht kann der Besuch des morgigen Gottesdienstes auch für Sie so ein Rastplatz sein?! Und Sie auf neue Ideen bringen, alternative Wege zu gehen. Weil Gottes Hände im Spiel sind, dürfen wir vertrauensvoll los-lassen und auch neue Wege wagen, gerade wo wir hineingestellt sind.

Vielleicht wird dadurch (m)ein Anfang nicht so schwer. Ich wünsche einen guten Anfang und ein gesegnetes und leichtes Wochenende.

Pfarrer Karlheinz Graf

Evangelisches Pfarramt, Oberlenningen