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Alles läuft nach Plan

Bei der jüngsten Verwaltungsratssitzung des Zweckverbandes Gruppenklärwerk Wendlingen (GKW) gab Geschäftsführer Peter Dietrich dem Gremium einen Bericht über die Ausführung des Wirtschaftsplanes 2005.

RUDOLF STÄBLER

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WENDLINGEN Gleich zu Beginn stellte Dietrich heraus, dass alle geplanten und veranschlagten Maßnahmen in die Wege geleitet wurden. So sollte die neue Rechneranlage für die Kläranlage Wendlingen Mitte des Jahres fertiggestellt sein. Für den Bereich der Kläranlage ist dieses auch der Fall, bei der Datenübertragung gebe es jedoch noch Probleme.

Gemäß der Eigenkontroll-Verordnung des Landes Baden-Württemberg muss eine erneute Inspektion und Bewertung des GKW-Zubringers durchgeführt werden. Dafür wurden die entsprechenden Ingenieuer-Leistungen bereits in Auftrag gegeben. Da man wegen der eigenen Erfahrungswerte viele Leistungen selbst erbringen könne, halten sich die fremdzuvergebenden Ingenieur-Leistungen in überschaubaren Grenzen. Die Maßnahmen zur Kanalreinigung und Kamerabefahrung wurden von der Geschäftsführung beschränkt ausgeschrieben. Von sechs angefragten Bietern haben vier ein wertbares Angebot abgegeben. Der wirtschaftlichste Bieter hat inzwischen auch den Auftrag erhalten.

Dietrich berichtete weiter, dass im März 2005 der Abwasserabgabeantrag 2004 für die Kläranlage Wendlingen eingereicht wurde. Für die Ermittlung des Fremdwasseranteils musste erstmals die Berechnungsmethode "Gleitendes Minimum" angewendet werden. Ein Fremdwasseranteil kleiner als 50 % konnte damit nicht mehr nachgewiesen werden. Damit entfiel auch die Halbierung der zu zahlenden Abwasserabgabe. Dietrich konnte aber gleich Entwarnung geben. Dank ausreichender Verrechnungsmaßnahamen der Verbandsmitglieder konnte trotz dieses Sachverhalts auch für 2004 eine Null-Abgabe erzielt werden. Auch für die vom GKW betreuten Fremdkläranlagen seien die entsprechenden Abwasserabgabeanträge eingereicht worden. Mit der Fremdwasserberechnungsmethode "Gleitendes Minimum" ermittelt sich für die Wendlinger Kläranlage gegenüber der vorherigen Berechnungsmethode eine geringere Jahresschmutzmenge. Die alte Jahresschmutzwassermenge war mit 11,3 Millionen, die neue mit 9,2 Millionen Kubikmetern festgelegt.

Der Verbandsvorsitzende, Köngens Bürgermeister Hans Weil, hat bereits in der letzten Verbandsversammlung berichtet, dass es zurzeit unter der Leitung des Landratsamtes Esslingen eine "Arbeitsgruppe Klärschlamm" für den Landkreis gebe. Seitens dieser Arbeitsgruppe liegen konkrete Ergebnisse vor, um eine zukünftig zentral gesteuerte thermische Klärschlamm-Verwertung zu ermöglichen. Nach Ansicht von Dietrich sei allerdings die Umsetzung in die Praxis derzeit noch mit Schwierigkeiten verbunden.

Aus dem Bericht des Geschäftsführers ging auch hervor, dass beim GKW seit dem 18. April eine so genannte "1-Euro-Kraft" beschäftigt sei. Mit dieser Möglichkeit könne man sehr wirtschaftlich allgemeine Aufgaben durchführen, an die keine größeren fachlichen Anforderungen gestellt werden, die aber trotzdem gemacht werden müssten. Die angebotene Lehrstelle im kaufmännischen Bereich wurde bereits besetzt. Für die Lehrstelle im betrieblichen Bereich konnte bislang noch kein geeigneter Bewerber gefunden werden. Abschließend ging Peter Dietrich noch auf den finanziellen Teil der Ausführung des Wirtschaftsplanes ein. Nach der Gegenüberstellung der Planansätze des Erfolgsplans und der tatsächlichen Aufwendungen und Erträge zeichne sich zum jetzigen Zeitpunkt in etwa eine Übereinstimmung zwischen Planansatz und Ergebnis ab. Die Ansätze der Aufwendungen für den laufenden Betrieb und die Unterhaltung werden so voraussichtlich insgesamt im Rahmen bleiben.