Lokales

Alles startklar?

Nun geht für Familien mit schulpflichtigen Kindern der Alltag wieder los und manche Eltern sind froh, dass es für ihre Kinder endlich wieder einen geregelten Tagesablauf gibt. Für andere waren die zu Ende gehenden Schulferien eine Zeit des Aufatmens, eine Zeit des entspannteren Umgangs in der Familie. Doch jetzt heißt es erneut: morgens rechtzeitig aus den Federn, diskutieren, ob das Kind mit oder ohne Frühstück in die Schule geht, in aller Hektik noch die Turnsachen zusammensuchen schnell, schnell, sonst reicht's nicht mehr zum Bus und nachmittags steht der Ärger mit den Hausaufgaben an.

Und wenn ich an die Kinder denke, für die nun am Montag "der Ernst des Lebens" wieder beginnt, dann erinnere ich mich noch gut daran, wie ich mich am Vorabend des ersten Schultages nach den Sommerferien unruhig im Bett hin und her wälzte und nicht einschlafen konnte. Allzu aufregend war der Gedanke an den Schulbeginn nach sechs Wochen Pause, der Gedanke an die neuen Lehrer und ans Wiedersehen mit den Freundinnen und Freunden aus der Klasse.

Anzeige

Die erste Stunde, der erste Arbeitstag, ein Neubeginn unser Leben ist immer wieder von kleinen und großen Aufbrüchen geprägt. Die eine Veränderung fällt leicht, weil ein schönes Ziel lockt; da geht es uns wie dem Dichter Hermann Hesse, der sagt: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." Bei einer anderen Veränderung heißt es eher "Aller Anfang ist schwer", weil sie von Ungewissheit begleitet ist. Und oft vermischt sich beides miteinander: Vorfreude und Skepsis, Neugierde und Herzklopfen.

Gut zu wissen, dass bei allem, was uns einengen mag und in allem Ungewissen einer da ist, von dem es heißt "Du stellst meine Füße auf weiten Raum" (Psalm 31,9). Gott lädt uns in seine Nähe ein, damit wir bei ihm Kraft schöpfen; so können wir unseren Kindern den Rücken stärken und sie in den kommenden Schulwochen mit Geduld und Liebe begleiten. Einen guten Start in den Schulalltag wünscht Sabine Löffler-Adam Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Neidlingen